Trump-Kumpel Tom Brady gewinnt den Super-Bowl
Trump-Kumpel Tom Brady gewinnt den Super-Bowl
Datum: 06.02.2017 - 09:41 Uhr
Das Finale der nordamerikanischen Meisterschaft im American Football, der sogenannte »Super-Bowl«, ist die größte Einzelsportveranstaltung auf unserem Globus. Doch dieses Jahr ist es weit mehr als nur eine Sportveranstaltung gewesen; es wurde zu einem Politikum. Denn Tom Brady, Quarterback der New England Patriots, hatte sich vor der US-Wahl klar und offen seiner Sympathien zu Donald Trump bekannt. Nun ist ein Quarterback nicht irgend ein beliebiger Spieler in dem bis zu 53 Spielern großen Kader. Er ist Herz und Verstand des Teams. Er ist derjenige, von dessen Wohl und Wehe der Sieg des Teams abhängig ist. Er ist derjenige, der die Strategie vorgibt, der die Spielzüge ansagt und dessen genaue Pässe entscheidend für den Spielausgang sind.
Dieser Tom Brady hat, anders als viele in der Öffentlichkeit stehende Sportler, von Beginn des US-Wahlkampfes an klar gemacht, dass seine Sympathien dem in Umfragen weit zurückliegenden Donald Trump gehören. Er, Brady, hoffe darauf, dass Trump der nächste US-Präsident werde, hatte er mehrfach geäußert. Am Abend vor der Wahl hatte Donald Trump auf einer Veranstaltung einen persönlichen Brief Bradys präsentiert, in welchem Brady Trump als »ultimativen Wettkämpfer« bezeichnete.
Auch deutsche »Qualitätsmedien«, die sich sonst von Sportberichten fern hielten, sahen sich genötigt, über diese Nähe urteilen zu müssen. Die »Welt« schrieb noch am 02. Februar, dass Bradys Nähe zu Trump zum Bumerang werden könnte.
Doch manchmal schreibt das Leben Geschichten, die sich kein Filmregisseur oder Drehbuchautor besser ausdenken könnte. Trump lag in allen Umfragen bis zum Wahltag zurück. In den Wettbüros standen die Quoten auf Sieg für die dann doch grandios gescheiterte Clinton. Hier in Deutschland war alles parat, um Clintons Sieg zu feiern. Und alles kam bekanntermaßen ganz anders.
Ähnliches widerfuhr Brady mit seinen New England Patriots. Zur Halbzeit lag sein Team mit 25 Punkten zurück. Das sind vier Touchdowns, also Versuche, mit denen der »Ball«, genauer gesagt das »Ei«, in die gegnerische Endzone getragen wird. Für einen geglückten Touchdown gibt es sechs Punkte. Im Grunde genommen war das Spiel zur Halbzeit gelaufen. Die Atlanta Falcons, der Gegner, sah wie der sicherer Sieger aus.
Doch Brady erwies sich ebenso als ultimativer Wettkämpfer, wie er Trump bezeichnet hatte. In einer bis dato nie dagewesenen Aufholjagd gelang es ihm, sein Team in der regulären Spielzeit auf Gleichstand heran zu bringen, um dann in der Verlängerung den entscheidenden Pass zum Touchdown zu werfen.
Entsprechend twitterte Trump auch sofort nach dem Spiel: »What an amazing comeback and win by the Patriots. Tom Brady, Bob Kraft and Coach B are total winners. Wow!«
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