Trump erweitert Corona-Taskforce um weiteren Arzt
Trump erweitert Corona-Taskforce um weiteren Arzt
Datum: 24.08.2020 - 11:01 Uhr
Die Coronavirus-Taskforce von US-Präsident Donald Tump im Weißen Haus ist um einen prominenten Namen reicher. Dr Scott Atlas, leitender Berater für die Gesundheitsversorgung der republikanischen Präsidentschaftskampagnen von Rudy Giuliani (2008) und Mitt Romney (2012) sowie langjähriger Chef der Neuroradiologie am Stanford University Medical Center ist als Pandemieberater zu dem Team hinzugestoßen. Die Berufung Atlas´ in das Team erfolgt inmitten anhaltender Anspannungen zwischen US-Präsident Trump und Dr Anhony Fauci, dem obersten nationalen Experten der USA für Infektionskrankheiten.
Atlas spricht sich vehement gegen die immer wieder von Fauci geforderten umfangreichen Sperrmaßnahmen zur angeblichen Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus aus. Kinder sollten zur Schule gehen dürfen, in die Kitas, so Atlas. Man soll den Menschen die Möglichkeit geben, ihren Sport ausüben zu dürfen, auch den College-Sport. Extreme Sperrungen, wie von Fauci angesprochen, verhindern die Entwicklung einer »natürlichen Herdenimmunität«, sagt Atlas.
Noch gibt es in den USA keinen ausreichend getesteten und zugelassen Impfstoff gegen das CoVid-19-Virus, so Atlas weiter. »Ohne Impfung aber braucht die Gesellschaft die Zirkulation des Virus, immer vorausgesetzt, dass Menschen mit hohem Risiko isoliert werden können.« Daher sei es »nicht falsch«, wenn sich Menschen mit geringem Risiko anstecken, solange garantiert sei, dass die Schwachen geschützt werden.
Paul E. Peterson, Direktor des Programms für Bildungspolitik an der Universität von Harvard bezeichnet Atlas als »einen wirklich brillanten Kerl mit einer enormen Wissensbasis« über das Virus. Atlas sei jemand, der »die strengste und sorgfältigste Forschung durchführt, bevor er zu einem Abschluss kommt.« Peterson begrüßte die Entscheidung des Präsidenten: »Wenn man eine Vielzahl von Leuten aus einer Perspektive oder einer Art von Praxis da draußen bekommt, ist das nicht wünschenswert«, sagte er. »Es ist extrem wichtig, Vielfalt im Beirat zu haben.«
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