Trend bei Direktmandaten spricht klar für die AfD

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Trend bei Direktmandaten spricht klar für die AfD
Datum: 27.06.2023 - 10:46 Uhr

Das Portal Wahlkreisprognose hat den aktuellen Trend bezüglich der Vergabe der Direktmandate im Deutschen Bundestag veröffentlicht. Eindeutig zu erkennen: das Land wird blau! Die Bürger brauchen die AfD, die Bürger wollen die AfD, die Bürger wählen die AfD und scheuen sich auch nicht mehr länger davor, ihre Wahlentscheidung in Umfragen kundzutun. Diese gravierende, fast schon als elementar zu bezeichnende, Änderung schlägt sich auch grafisch nieder: nicht nur in den östlichen Bundesländern überwiegt nun die Farbe blau, auch mehr und mehr Wahlkreise im Westen zeigen die gleiche Grundfarbe. Aus den 16 Direktmandaten der vergangenen Wahl werden laut aktuellem Trend 57 - das ist mehr als das Dreieinhalbfache!

Die Grünen gewinnen - trotz der miserabelsten Bundesregierung aller Zeiten - tatsächlich mehr Direktmandate als 2021: sie steigern sich von 16 auf 19. Im Verglich zur AfD kann diese Steigerung allerdings weitestgehend als kaum spürbar bezeichnet werden.

Die Union kann ihre Verluste relativ gering halten: von 143 geht es runter auf 139. Eine feste Größe ist und bleibt hier die CSU, die fast alle Wahlkreise in Bayern für sich entscheiden kann und außerdem bei den Zweitstimmen ihre fast schon garantierten sechs Prozent beisteuert.

Schwer gebeutelt hingegen wird die Scholz-SPD. Sie verliert deutlich und kommt nur noch auf 82 Diektmandate. Nahezu jeder dritte der vormals gewonnenen Wahlkreise geht verloren. Das ist eine beidseitige Ohrfeige für Scholz und seine Genossen.

Am dramatischsten ist der neue Trend aber für die mehrfach umbenannte SED; hier ist vor allem der Wahlkreis Berlin-Lichtenberg von mehr als nur elementarer Bedeutung. Bisher war dieser Wahlkreis einer der drei, den die Partei für sich gewinnen konnte und nur deshalb in den Bundestag eingezogen ist. Lichtenberg, Sitz der ehemaligen Stasi-Zentrale, galt als Hochburg der mehrfach umbenannten SED. Genau dieser Wahlkreis geht gemäß des aktuellen Trends nun verloren - an die AfD! Einmal abgesehen davon, dass diese Tatsache ein Tritt in die Weichteile für die politischen Linksaußen ist, bedeutet das aber eben auch, dass nur noch zwei Direktmandate geholt werden. Weil bei den Zweitstimmen die Fünf-Prozent-Hürde weit außerhalb der Reichweite liegt, heißt das schlicht und ergreifend, dass die Türen zum Plenarsaal des Bundestages für sie verschlossen bleiben.

Sven von Storch

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