Trans_-Quote für Stadtregierung gefordert

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Trans_-Quote für Stadtregierung gefordert
Datum: 29.08.2019 - 11:42 Uhr

Einen Leitfaden für geschlechtergerechte Sprache besitzt Flensburg bereits seit geraumer Zeit. Das erklärte Ziel der Verwaltungsvorschrift: Frauen auch endlich sprachlich sichtbar zu machen. Bis dahin hat anscheinend gut die Hälfte der Flensburger Bevölkerung ein kaum beachtetes Schattendasein geführt, das es nun dank der Orwellschen Sprachaufblähung glücklich beenden durfte. Im Sommer nun hat die norddeutsche Küstenstadt einen zweiten Leitfaden nachgeschoben. Der soll dafür sorgen, daß »geschlechtliche Vielfalt jenseits der Kategorien Mann und Frau« Berücksichtigung findet, wie es in einem begleitenden Artikel des Flensburger Ortsblatts heißt.

Die dahinterstehende Geisteshaltung aus politischem Dirigismus und ideologischem Tunnelblick entlarvte die Oberbürgermeisterin Simone Lange in nur einem einzigen Satz. So kommentierte die in der DDR geborene SPD-Genossin die Regenbogen-Gesinnungsverpflichtung ihrer Stadt: »Mit unserer Mitgliedschaft im Landesbündnis für Akzeptanz und Respekt setzen wir auch ein Zeichen dafür, dass unser buntes Flensburg Vielfalt als Bereicherung empfindet.« Die Bürger sollen also nicht nur im Äußeren widerspruchsfrei tolerieren, sie sollen die politisch ausgegebene Doktrin von Vielfalt und Buntheit gefälligst auch so nachfühlen. Jedem ehemaligen Ossi würden sich bei diesen Worten, mit denen sich Lange als moderne Wiedergängerin des kommunistischen Volksbeglückungsprogramms entlarvt, die Nackenhaare aufstellen.

Doch scheinen im Flensburger Rathaus die Uhren anders zu ticken. In dieser Stimmung seligmachender Bereicherungseuphorie passt der jüngste Vorschlag der Ratsfraktion »Flensburg Wählen«: Nachdem der Bundestag die Dritte Geschlechtsoption eingeführt hat, betrachten die Mitglieder des Bürgerbündnisses die Einführung einer Quote für das Dritte Geschlecht im Stadtrat als logische Konsequenz. Künftig soll dieser paritätisch zu je einem Drittel von Männern, Frauen und sich geschlechtlich anders empfindenden Bürgern besetzt werden. Dazu sagt ein Sprecher von Flensburg Wählen: »Ich sehe diejenigen in der Pflicht, die solche Kategorien kreieren, dass sie die Angehörige einer solchen Gruppierung dann auch angemessen beteiligen« Das klingt ein wenig nach gewollter Realsatire. 33 Prozent Diverse? Viel Glück beim Suchen, kann man denen nur wünschen.

Ein Gastbeitrag der Initiative Familien-Schutz

Sven von Storch

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