Tödliche Schüsse in Einkaufszentrum in Malmö
Tödliche Schüsse in Einkaufszentrum in Malmö
Datum: 22.08.2022 - 13:19 Uhr
Die Kriminalität von Jugendbanden, überwiegend mit Migrationshintergrund, greift in Schweden immer weiter um sich. Jetzt hat in einem Einkaufszentrum in Malmö ein 15-Jähriger einen Mann erschossen und eine Frau schwer verletzt. Die Ermittlungsbehörden sind in ihren Ausführungen unerwartet offen und deutlich: den Täter ordnen sie einer kriminellen Jugendbande zu, die Tat als sich bezeichnen sie als gezielte »Hinrichtung« des Mannes. Die schwer verletzte Frau sei aus Sicht des Täters zufällig in die Schussbahn geraten und getroffen worden.
Woher genau der Knabe die Waffe bekam und wer die Auftraggeber dieses Mordes sind, steht nun im Fokus der Ermittlungen. Derzeit gehe man davon aus, dass der junge Mann den Mord zwar allein begangen habe, hinter dem Verbrechen aber die organisierte Kriminalität stehe.
In Schweden sind in der Zwischenzeit die kriminellen Banden dazu übergegangen, immer öfter und immer jüngere Jungen mit Migrationshintergrund für sich zu rekrutieren. Diese seien leicht empfänglich für die gemachten Versprechungen und ausgesetzten Belohnungen. Ein Mord, so wie dieser jetzt in Malmö, wird inoffiziell mit etwa 50.000 schwedischen Kronen (rund 5.000 Euro) dotiert, so die Aussage der schwedischen Polizei. Außerdem steigen die Täter nach einem solchen Mord schnell im Ansehen der Bande und in der Hierarchie. Dann gibt es mehr und lukrativere Aufträge. Das lockt viele Jugendliche auf die schiefe Bahn.
Gegen solche mafiösen Methoden habe man seitens der Sicherheitsbehörden weder ausreichend Personal noch die Ausrüstung, so die Personalvertretung der schwedischen Polizei. Es sei höcchste Zeit, personell aufzustocken und materiell aufzurüsten, sonst würden sich die schwedischen Metropolen in US-Metropolen der 1920er- und 1930er-Jahre verwandeln. Einen schwedischen »Al Capone« will aber wirklich niemand im Land haben.
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