Titel_ Wie versorge ich eine Stichwunde_
Titel_ Wie versorge ich eine Stichwunde_
Datum: 23.04.2019 - 12:27 Uhr
»Wie versorge ich eine Stichwunde?« lautet die Überschrift eines Artikels in der jüngsten Ausgabe der »Illu der Frau«. Diese Zeitschrift gehört zum Alles Gute Verlag, in dem neben dieser Zeitschrift auch andere auf vornehmlich weibliche Konsumenten abgestimmte Produkte wie der Freizeit Express, der Freizeit Blitz oder auch eine Zeitschrift mit dem Namen Greta erscheinen. Letztgenannte hat übrigens nichts mit dem 16-jährigen Mädchen aus Schweden zu tun. Allerdings hat auch deren Erscheinen auf der Bühne für keinen Aufschwung der Verkaufszahlen des Magazins gesorgt. Nur rund 6.000 Exemplare von Greta wurden im letzten Quartal 2018 verkauft.
Auch die Verkaufszahlen der anderen Zeitschriften des Verlags, die viele Menschen vermutlich lediglich von der Auslage im Wartezimmer beim Arzt kennen, ist eher überschaubar. Die »Illu der Frau« verkaufte sich im letzten Quartal 2018 gerde einmal etwas mehr als 102.000 Mal. Ob die Macher der Zeitschrift mit dem eingangs erwähnten Artikle die Verkaufszahlen fördern wollen, ist nicht eindeutig geklärt. Fest steht aber, dass sie damit zumindest eine bundesweite Diskussion angestoßen haben.
Die dort erwähnten Tipps können in der Tat hilfreich sein und gegebenenfalls Menschenleben retten. Allerdings verzichten die Schreiberlinge politisch korrekt auf die Hintergründe, warum die Menschen hierzulande sich überhaupt mit diesem Thema beschäftigen sollten. Die Einleitung des Artikels weist zwar auf die steigende Zahl der Messerangriffe hin (Zitat: »Immer wieder wird von Angriffen mit Messern berichtet. Was sie bei der Erstversorgung von Wunden beachten müssen.«), lässt aber völlig unberücksichtigt, seit wann sich Berichte über derartige Angriffe mehren.
Denn vor dem September 2015 machten Messerattacken nur einen verschwindend geringen Bruchteil der begangenen Straftaten aus. Erst seit jenem Abend, als Merkel im Alleingang rechtswidrig zahlreiche deutsche Gesetze und international getroffene Vereinbarungen brach und die Personenkontrollen an den deutschen Grenzen de facto außer Kraft setzte, haben Messerangriffe hierzulande bei manchen Personengruppen Hochkonjunktur. Darüber aber schweigt sich die »Illu der Frau« aus.
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