Tierpark Neumünster entwirft Plan zur Notschlachtung
Tierpark Neumünster entwirft Plan zur Notschlachtung
Datum: 16.04.2020 - 11:41 Uhr
Viele Unternehmen leiden in der aktuellen Situation unter dem Wegfall ihrer Geschäftstätigkeiten und damit auch unter fehlenden Einnahmen. Angeblich soll ja schnell und unbürokratisch geholfen werden, hatte die Merkel-Regierung versprochen. Doch immer wieder gibt es Meldungen, dass es mit der schnellen und unbürokratischen Hilfe so gar nicht klappen will. Und manchmal hat das Ausbleiben dieser angeblich schnellen und unbürokratischen Hilfe mitunter drastische Folgen.
So wie bei den von einem Verein getragenen Tierpark Neumünster. Der nämlich hat seine Anträge auf Hilfe beim Land gestellt, von der Stadt gibt es ohnehin keine Hilfe, wartet aber noch immer auf die Überweisung. Ein paar Tage noch kann man sich mit Spenden über Wasser halten, sagt Zoodirektorin Verena Kaspari bei ntv, doch danach ist die Kasse leer. Gerade zu Ostern würden die hohen Besucherzahlen den Zoos entsprechende Einnahmen bringen, die aufgrund der aktuellen politischen Lage wegfallen.
Die Zoodirektorin zeichnet ein düsteres Bild, das auch drastische Maßnahmen umfasst: »Doch wenn - und das ist wirklich der aller worst, worst case - wenn ich kein Geld mehr habe, Futter zu kaufen, oder wenn es passieren sollte, dass mein Futterlieferant aufgrund neuer Restriktionen nicht mehr liefern kann, dann würde ich Tiere schlachten, um andere Tiere zu füttern.«
Der Verband der zoologischen Gärten springt Kaspari bei. Bereits Ende März hatte man für ein Soforthilfeprogramm im Höhe von 100 Millionen Euro plädiert, jeder Zoo müsse aktuell einen wöchentlichen Umsatzverlust von etwa einer halben Million Euro verkraften, sagt dazu der Leipziger Zoodirektor Jörg Junhold.
Übrigens: Adidas hat seine Kreditzusage über drei Milliarden Euro bereits vor drei Tagen erhalten.
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