Thüringen wählt neuen Landtag
Thüringen wählt neuen Landtag
Datum: 27.10.2019 - 13:21 Uhr
Aktualisierung 22.00 Uhr
- Postkommunisten: 30,6 Prozent
- AfD: 23,7 Prozent
- CDU: 21,8 Prozent
- SPD: 8,1 Prozent
- Grüne: 5,1 Prozent
- FDP: 5,1 Prozent
- Sonstige: 5,7 Prozent
Sitzverteilung (90 Sitze unter Berücksichtigung von Überhang- und Ausgleichsmandaten): Postkommunisten: 29 / AfD: 22 / CDU: 21 / SPD: 8 / Grüne: 5 / FDP: 5
Aktualisierung 20.00 Uhr
- Postkommunisten: 29,6 Prozent
- AfD: 23,8 Prozent
- CDU: 22,1 Prozent
- SPD: 8,0 Prozent
- Grüne: 5,1 Prozent
- FDP: 5,1 Prozent
- Sonstige: 5,7 Prozent
Sitzverteilung (88 Sitze, ohne Berücksichtigung von Überhang- und Ausgleichsmandaten): Postkommunisten: 27 / AfD: 22 / CDU: 21 / SPD: 8 / Grüne: 5 / FDP: 5
Aktualisierung 19.00 Uhr, zweite Hochrechnung
- Postkommunisten: 29,6 Prozent
- AfD: 23,8 Prozent
- CDU: 22,0 Prozent
- SPD: 8,3 Prozent
- Grüne: 5,4 Prozent
- FDP: 5,3 Prozent
- Sonstige: 5,5 Prozent
Sitzverteilung (88 Sitze, ohne Berücksichtigung von Überhang- und Ausgleichsmandaten): Postkommunisten: 27 / AfD: 22 / CDU: 21 / SPD: 8 / Grüne: 5 / FDP: 5
In den Mainstreammedien wird in den ganzen Diskussionen um mögliche Regierungsmehrheiten eine Option konsequent unterschlagen. Eine bürgerliche Bahamas-Koalition (blau, schwarz, gelb) aus AfD, CDU und FDP hätte nach dem aktuellen Stand 48 Sitze und wäre somit drei Sitze über der notwendigen Mehrheit von 45 Sitzen.
Aktualisierung 18.30 Uhr, erste Hochrechnung
- Postkommunisten: 29,7 Prozent
- AfD: 23,8 Prozent
- CDU: 22,0 Prozent
- SPD: 8,3 Prozent
- Grüne: 5,4 Prozent
- FDP: 5,3 Prozent
- Sonstige: 5,5 Prozent
Sitzverteilung (88 Sitze, ohne Berücksichtigung von Überhang- und Ausgleichsmandaten):
- Postkommunisten: 27
- AfD: 22
- CDU: 21
- SPD: 8
- Grüne: 5
- FDP: 5
Aktualisierung 18.00 Uhr, Prognose:
Die Wahlbeteiligung ist deutlich höher als bei der vorhergehenden Landtagswahl 2014. Soviel ist bereits jetzt klar, auch wenn die Zahlen zu den Stimmanteilen bisher über den Status einer reinen Prognose nicht hinaus kommen und mit größter Zurückhaltung betrachtet werden sollten. Je nach dem verbreitenden Medium weichen jene Zahlen deutlich voneinander ab. Die Prognose um 18.00 Uhr:
- Postkommunisten: 29,7 Prozent
- AfD: 23,8 Prozent
- CDU: 22,5 Prozent
- SPD: 8,5 Prozent
- Grüne: 5,4 Prozent
- FDP: 5,0 Prozent
- Sonstige: 5,1 Prozent
Die letzten Tage vor der heute stattfindenden Landtagswahl in Thüringen sorgte noch einmal für jede Menge Gesprächsstoff außerhalb der Parteithemen. Ramelow wurde wieder einmal von seinen relativierenden Äußerungen zum Unrechtsstaat der SED eingeholt. Der gebürtige »Wessi« Ramelow, der erst 1999 der sich damals PDS nennenden SED beitrat, um in Thüringen Karriere zu machen, macht auch im 30. Jahr der friedlichen Revolution zur Ablösung des Sozialismus ungebremst Werbung für Sozialismus und Kommunismus. Das kommt bei einem Großteil der Wähhler in Thüringen nicht gut an.
Der CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring wiederum stilisierte sich selbst als Opfer einer angeblich von einem Rechtsradikalen verfassten Morddrohung hoch. Mohring und seine Leute versuchten zudem, den Briefschreiber in die Nähe der AfD zurücken. In der Zwischenzeit verdichten sich die Anzeichen, dass hinter der ominösen Morddrohung ein politisch linkseingestelltes Mitglied der Piraten-Partei steht. In den sozialen Medien kam die peinliche Selbstinszenierung Mohrings gar nicht gut an.
Eine Fortsetzung der jetzigen Regierungskoalition unter Ramelow gilt als ausgeschlossen. Die Schwäche der SPD, die beim Stimmenanteil mutmaßlich noch hinter die Grünen zurückfällt, ist verantwortlich für den Abgesang auf Rot-Rot-Grün in Thüringen.
Die Ausgangsposition nach der Landtagswahl 2014 sieht wie folgt aus:
- CDU 33,5 Prozent
- Postkommunisten 28,2 Prozent
- SPD 12,4 Prozent
- AfD 10,6 Prozent
- Grüne 5,7 Prozent
- NPD 3,6 Prozent
- FDP 2,6 Prozent
Die Umfragen sind sich relativ uneins. Die Postkommunisten können eventuell als stärkste Partei aus der Wahl hervorgehen, aber keine neue Regierung bilden. Die AfD wird ihr Ergebnis mehr als verdoppeln und wahrscheinlich an der CDU vorbei ziehen. Für die Christdemokraten bleibt nur Rang drei, SPD und Grüne folgen mit großem Abstand im einstelligen Bereich. Die FDP kämpft wie so oft um den Sprung über die parlamentarische Fünf-Prozent-Hürde. Heute entscheidet sich, wie die neue Zusammensetzung des Landesparlament Thüringen mit seinen 88 Sitzen aussehen wird.
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