Tesla - gute Zahlen, schlechte Arbeitsplatzbedingungen

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Tesla - gute Zahlen, schlechte Arbeitsplatzbedingungen
Datum: 03.08.2017 - 08:47 Uhr

Tesla wurde 2003 in den USA gegründet, um eine nachhaltige, umweltverträgliche Lösung für das Transportwesen zu entwickeln. Dazu gehörten auch die Entwicklung und Produktion von Elektroautos für den Endverbraucher. Das gelang nach fünfjähriger Forschungs-, Entwicklungs- und Probezeit 2008 mit dem Tesla Roadster, mit dem der Grundstein für eine auf den ersten Blick typische US-amerikanische Erfolgsgeschichte gelegt wurde.

Tesla ist nach wie vor der einzige Fahrzeughersteller, der in seinem Portfolio ausschließlich mit Elektromotor betriebene Fahrzeuge in größerer Stückzahl anbietet. Der Umsatz belief sich im Vorjahr auf über sieben Milliarden US-Dollar, die Zahl der Mitarbeiter stieg auf aktuell knapp 18.000 weltweit. Die Diskussionen um Manipulationen bei der Software in deutschen Fahrzeugen oder die jetzt angefachte Diskussion um das Diesel-Aggregat sorgen zudem für weitere günstige Prognosen für Tesla. Entsprechend wiesen die Börsenkurse einen Zuwachs für das Unternehmen aus.

Doch ganz ungetrübt ist die Freue im Hause Tesla nicht. Denn insbesondere die Angestellten begehren mehr und mehr und vor allem laut auf. Ihre Einkommen liegen mit 18 US-Dollar pro Stunde deutlich unter dem landesweiten Durchschnittslohn in der Automobilbranche von 25,20 US-Dollar pro Stunde. Zudem mehren sich die Beschwerden über vermeidbare Unfälle an den Arbeitsplätzen. Jetzt plant die US-Automobilgewerkschaft UAW die Gründung einer Filiale in der Tesla-Fabrik in Kalifornien, damit die Rechte der Angestellten gewahrt bleiben.

Offensichtlich liegt bei dem Vorzeigeunternehmen doch einiges mehr im Argen. 

Sven von Storch

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