Tausende Migranten sammeln sich an der Südgrenze der USA
Tausende Migranten sammeln sich an der Südgrenze der USA
Datum: 09.11.2021 - 11:59 Uhr
In seiner Amtszeit hatte der damalige US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass er die Grenze zu Mexiko befestigen wolle, um der illegalen Migration aus Mittel- und Südamerika effektiv Einhalt gebieten zu können. Komplett umsetzen konnte er sein Vorhaben nicht, die politische Unterstützung dafür wurde ihm - auch aus den Reihen der eigenen Partei - verweigert. Es gelang ihm aber zumindest, die Zahl der illegalen Grenzübertritte in die USA deutlich zu reduzieren.
Die Biden-Adminstration wird nun diesen Grenzverletzungen wieder Tür und Tor öffnen. Sie hat angekündigt, die wegen der Corona-Krise geschlossene Grenze zu Mexiko öffnen zu wollen. Diese Nachricht ging wie ein Lauffeuer durch ganz Lateinamerika und ihre Sogwirkung zeigt sich bereits jetzt.
Zu Tausenden haben Migranten aus Mittel- und Südamerika Städte im Norden Mexikos, wie zum Beispiel Tijuana, erreicht und lagern dort, wartend auf den passenden Moment, um die Grenze zu den USA zu überwinden.
Die mexikanischen Behörden und Sicherheitskräfte sind dem Ansturm nicht gewachsen. Sie versuchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die zwischen der mexikanischen Regierung und dem damals amtierenden US-Präsidenten Trump getroffenen Vereinbarungen über das Abfangen der Migranten einzuhalten, werden aber in vielen Fällen schlicht und ergreifend überrannt.
Mexikanische Sprecher, sowohl von der Regierung, anderer Behörden wie auch Menschenrechtsgruppen, prangern die missverständliche Wortwahl der Biden-Regierung an. Man habe dort die falschen Signale gesetzt und die falschen Worte gewählt, sagt Jose Garcia, Sprecher der Helfergruppe »Movimiento Juventud 2000«: »Wir haben versucht, den Migranten zu erklären, dass die Grenzöffnung nur für Menschen mit entsprechenden Dokumenten gilt. Aber da stoßen wir auf taube Ohren, dass will niemand hören. Man sagt uns, die USA haben die Grenze geöffnet, also will man gehen.«
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