Syrische Flüchtlingskinder schuften in türkischen Fabriken

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Syrische Flüchtlingskinder schuften in türkischen Fabriken
Datum: 25.10.2016 - 08:56 Uhr

Die englische Sendeanstalt BBC entsendete nach ersten Meldungen über die Ausbeutung syrischer Flüchtlingskinder in türkischen Kleiderfabriken vor rund einem Jahr aktuell ein Team nach Istanbul, welches verdeckt ermittelte und einen TV-Bericht erstellte. Unter dem Titel »Panorama - Undercover: The Refugees Who Make Our Clothes« ist zu sehen, unter welchen Bedingungen die Menschen in diesen Fabriken schuften müssen.

In dem Bericht wird gezeigt, unter welchen Bedingungen die Kinder Markenware für Unternehmen wie Marks and Spencer, Asos oder Zara and Mango herstellen. Die Arbeitsbedingungen sind schlecht, mitunter sogar gesundheitsgefährdend, so der Bericht weiter. Es werden zwölfjährige syrische Flüchtlinge erwähnt, die bis zu zwölf Stunden am Stück damit verbringen, Kleidung zu bügeln, bevor diese dann auf den europäischen Markt gebracht wird.

Die türkische Textilindustrie boomt seit einigen Jahren. Ihre Nähe zum europäischen Markt sorgt für kurze Transportwege und entsprechend geringe Kosten. Zudem ist so gewährleistet, dass schnelle Änderungswünsche der Auftraggeber realisiert werden können. Und aufgrund der extrem schlechten Bezahlung der regulären Mitarbeiter sind die Lohnkosten ohnehin schon gering.

Durch die rund drei Millionen syrischen Flüchtlinge, so heißt es bei BBC, haben sich für einige Unternehmer in Erdogans Türkei dabei ganz neue Optionen ergeben. Sie beschäftigen die Flüchtlinge, insbesondere die Kinder, illegal und für einen Hungerlohn. Auf Sicherheitsvorschriften wird großzügig verzichtet; das reduziert die Ausgabenseite noch einmal erheblich. 

Selbst Kinder im Alter von zehn Jahren würden in den Fabriken schuften müssen, schreibt BBC hier: Child refugees in Turkey making clothes for UK shops

Sven von Storch

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