Studie in Österreich_ Antisemitismus bei Migranten stark ausgeprägt
Studie in Österreich_ Antisemitismus bei Migranten stark ausgeprägt
Datum: 11.08.2017 - 10:06 Uhr
Männer sollten aus religiösen Gründen Frauen nicht die Hand geben; dieser Aussage stimmte mehr als die Hälfte der befragten »Flüchtlinge«, unabhängig von ihrem Herkunftsland, uneingeschränkt zu. Das war eine der Aussagen, die die Donau-Universität in Krems in einer Studie rund 1.100 Migranten aus Afghanistan, dem Irak, dem Iran, Somalia, Syrien und der russischen Teilrepublik Tschetschenien vorlegte.
Ebenfalls länderübergreifend waren zwei Drittel der Befragten der Meinung, dass für sie nur ein moslemischer Ehepartner in Frage käme. Ein Drittel ist der festen Überzeugung, dass die Frau als Jungfrau in die Ehe gehen müsse. Ein Viertel der Befragten will, dass die islamischen Rechtsvorschriften der Scharia in Österreich berücksichtigt werden sollen.
In anderen Bereichen gab es teilweise erhebliche Unterschiede zwischen den Ursprungsländern der Befragten. Mehr als jeder dritte Somalier sei bereit, für seinen Glauben zu sterben. Bei den Irakern stimmten nur elf Prozent dieser These zu. Einem Verbot von Witzen, die gegen den Islam gerichtet sind, stimmten Somali (70 Prozent), Afghanen und Syrer (je 62 Prozent) sowie Tschetschenen (61 Prozent) zu. Iraner sehen dieses Thema relativ entspannt. Lediglich jeder Siebte von ihnen unterstützte ein solches Verbot.
Der Antisemitismus ist bei den muslimischen Migranten ebenfalls uneinheitlich stark ausgeprägt. Der Aussage, dass Juden zu viel Macht auf der Welt hätten, stimmten 62 Prozent der Syrer, 55 Prozent der Afghanen und 47 Prozent der Somalier zu. Ausgerechnet in der Gruppe der Iraner, dessen politischem Selbstverständnis zufolge der Staat Israel vernichtet werden müsse, ist der Antisemitismus am wenigsten stark ausgeprägt: lediglich 18 Prozent von ihnen folgten dieser These.
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