Studie_ Fahrverbot für Diesel kostet Verbraucher 15 Milliarden Euro
Studie_ Fahrverbot für Diesel kostet Verbraucher 15 Milliarden Euro
Datum: 04.08.2017 - 09:18 Uhr
Den etwas verbissen erscheinenden Umweltschützern scheinen die beim sogenannten Dieselgipfel getroffenen Vereinbarungen nicht weitreichend genug zu sein. Sie treiben rechtzeitig zur heißen Phase des Bundestagswahlkampfs eine neue Sau durchs Dorf und fordern Fahrverbote. Doch derartige Fahrverbote könnten erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen, sagt Professor Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen. Auf die Fahrzeugeigentümer könnten Kosten bis zu 15 Milliarden Euro zukommen.
Zunächst einmal sei mit einem erheblichen Wertverfall zu rechnen. Dieser könnte bei bis zu zehn Prozent liegen. Maximal legt Dudenhöffer in seiner Studie aber einen Wert von 1.500 Euro an. Das ist der Preis für eine Nachrüstung des Fahrzeugs auf einen technischen Stand, mit dem Fahrverbote umgehen werden können. Diese Nachrüstung lohnt sich aber nur für Fahrzeuge ab dem Baujahr 2013 und jünger; bei älteren Jahrgängen lohne sich die Investition nicht mehr. Insgesamt gibt es knapp elf Millionen zugelassener Fahrzeuge in dieser Kategorie, so dass sich die Summe sehr leicht errechnen lässt.
Auf politischer Ebene verhärten sich wegen des sich nähernden Termins der Bundestagswahl die Fronten zwischen den Diesel-Verteidigern und der Anti-Diesel-Bewegung. Doch je mehr Menschen sich an dieser Diskussion beteiligen, um so verwirrender sind die Aussagen. Der aktuelle Stand ist: was Genaues weiß man nicht. Und bis man zu dem Punkt kommt, mehr zu wissen, sollte man von einer weiteren Hexenjagd gegen das Diesel-Aggregat absehen.
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