Stern nennt Trumps Verzicht auf Präsidentensalär respektlos
Stern nennt Trumps Verzicht auf Präsidentensalär respektlos
Datum: 15.11.2016 - 09:31 Uhr
Die Kennedys waren Mitte des letzten Jahrhunderts eine der politisch einflussreichsten Familien der USA. Und sie brauchten sich keine Sorgen darüber zu machen, was am nächsten Tag an Essen auf dem Tisch stehen wird; sie waren mehr als nur gut betucht. Weil es in den USA aber viele Familien gab, denen es deutlich schlechter als den Kennedys ging, verzichtete John Fitzgerald nach seiner Wahl zum US-Präsidenten auf sein Salär und spendete dies zu Gunsten der weniger gut betuchten Menschen. Dafür wurde ihm Lob und Anerkennung zuteil.
An der Ausgangsposition in den USA hat sich seitdem nicht wirklich viel geändert. Nach wie vor gibt es eine immens hohe Zahl an Menschen, die auf Höhe des Existenzminimums oder sogar darunter leben (müssen). Nun wird wieder ein Mann Präsident, der finanziell unabhängig ist. Genau diese Unabhängigkeit hat ihm auch den Wahlsieg eingebracht. Denn während seine Kontrahentin auf die Interessen ihrer Lobbyisten sowie Sponsoren Rücksicht nehmen musste und die US-Bürger einige dieser Geldgeber als äußerst suspekt betrachten, konnte Donald Trump vollkommen unabhängig in den Wahlkampf ziehen - und siegen.
Weil er sich in dieser finanziell komfortablen Situation befindet, wird er, wie einst John F. Kennedy, auf das ihm zustehende Gehalt verzichten und die Summe sozialen Zwecken zur Verfügung stellen. Im Grunde genommen ein höchst anständiges Ansinnen, für welches man ihm ein Mindestmaß an Anerkennung zollen sollte.
Nicht jedoch beim Nachrichtenmagazin »Stern«. Dort erdreistet sich ein Niels Kruse, dem designierten US-Präsidenten aufgrund seines Verzichts auf das Präsidentensalär »Respektlosigkeit« vorzuwerfen. Ein solcher Verzicht sei, so heißt es im »Stern«, sei der »Position als wichtigster Staats- und Regierungschef allerdings unwürdig«.
Es ist davon auszugehen, dass Donald Trump kaum jemals eine Zeile von diesem Geschreibsel zur Kenntnis nehmen wird. Dennoch stehen jene Worte exemplarisch für die deutschen »Qualitätsmedien«. Anstatt zur Kenntnis zu nehmen und anzuerkennen, dass in einem unabhängigen Staat die Menschen in einer nach aktuellen Maßstäben demokratischen Wahl ihr Votum abgegeben haben, wird im Nachlauf dieser Wahl immer noch versucht, nachzukarten und den Wahlsieger mit Schmutz zu bewerfen. Und das nur, weil der Wahlausgang nicht ihren Vorhersagen und Prognosen entspricht.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment