Steinmeier 12. Präsident der Bundesrepublik Deutschland
Steinmeier 12. Präsident der Bundesrepublik Deutschland
Datum: 13.02.2017 - 07:50 Uhr
Selten zuvor war das Ergebnis einer "Wahl" so vorhersehbar wie die gestrige zum 12. Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Zwischen den drei Parteien der Großen Koalition war zuvor schon ausgeklüngelt worden, dass Frank-Walter Steinmeier von der SPD als gemeinsamer Kandidat antreten werde. Da auch Bündnis90/Die Grünen und die FDP angekündigt hatten, Steinmeier ins Amt hieven zu wollen, stand der Ausgang bereits fest, bevor auch nur der erste Wahlmann seine Stimme abgegeben hatte. Anders als 2009 (damals hatte Steinmeier als Kanzlerkandidat der SPD das bisher historisch schlechteste Ergebnis seiner Partei bei einer Bundestagswahl geholt) war es also eine klare Sache.
Allerdings blieb auch dieses Ergebnis nicht ohne Wermutstropfen für Steinmeier. Das Parteienkartell aus den fünf Parteien verfügte über insgesamt 1.106 Stimmen in der Vollversammlung (Union 539, SPD 384, Bündnis90/Die Grünen 147 und FDP 36). Doch trotz der Vereinbarung auf diesen einen Kandidaten verweigerten zahlreiche Mitglieder in der Vollversammlung ihre Gefolgschaft. In Relation zu der erreichbaren, weil abgesprochenen, Stimmenzahl fehlten Steinmeier satte 175 Stimmen; das ist eine Untererfüllungsquote von fast 16 Prozent.
Andere Kandidaten dagegen konnten ihre Stimmenanzahl in Relation zu den Repräsentanten in der Vollversammlung deutlich erhöhen. Sowohl für den Kandidaten der Linkspartei wie auch für Albrecht Glaser von der AfD wurden deutlich mehr Stimmen gezählt als sie jeweils Mitglieder in der Vollversammlung hatten.
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