Staudammbruch in der Ukraine sorgt für Katastrophe

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Staudammbruch in der Ukraine sorgt für Katastrophe
Datum: 07.06.2023 - 08:39 Uhr

Drohnenaufnahmen zeigen, wie große Mengen Wasser heraussprudeln, und die Evakuierung benachbarter besiedelter Gebiete hat begonnen. Die Ukraine behauptet, russische Truppen hätten den Damm gesprengt, während Russland angibt, dass alles durch einen Angriff von ukrainischer Seite verursacht worden sei. Nach Angaben der Ukraine sind 16.000 Menschen von Überschwemmungen bedroht. Selenskyj hat eine Dringlichkeitssitzung einberufen und in einer Erklärung erklärt, dass »die Terroristen die Ukraine nicht aufhalten können.«

Der Staudamm liegt am Fluss Dnjepr in der von Russland kontrollierten Region Cherson. Die ukrainischen Behörden haben mit Evakuierungen flussabwärts begonnen und die Menschen, die in der Nähe des Flusses leben, werden vom ukrainischen Militärkommando in Cherson aufgefordert, das Gebiet sofort zu verlassen. Der Damm ist nicht nur wichtig für die Wasserversorgung des Wasserkraftwerks Kachowka, er dient auch als bedeutende Trinkwasserquelle für die Bewohner südlich der Region Cherson und auf der Krim.

Daraus resultiert, dass die intakte Staumauer samt des Stausees für die Menschen in den von Russland kontrollierten Gebieten südlich des Flusses von wesentlich größerer Bedeutung sind als für die Menschen nördlich des Flusses, also in den von der Ukraine kontrollierten Regionen. Womit sich dann für halbwegs klar denkende Menschen die Frage anschließt, warum Russland eine Staumauer sprengen sollte, die für die eigenen Landsleute von elementarer Bedeutung ist. Aber es gibt ja auch immer noch Leute, die behaupten, Putin hätte die Gaspipelines in der Ostsee sprengen lassen...


 

 

Sven von Storch

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