Statistik über Messerangriffe in Deutschland wird erst 2022 kommen
Statistik über Messerangriffe in Deutschland wird erst 2022 kommen
Datum: 04.02.2019 - 11:17 Uhr
Es gibt einen gravierenden Einschnitt in der Zahl der Meldungen über Messerangriffe. Vor dem Herbst 2015 ereigneten sich derlei Angriffe meist im Streit um die Vorherrschaft in gewissen Kreisen (Drogenkriminalität, Rotlichtmilieu und so weiter). Opfer dieser Angriffe waren meist Personen, die sich ebenfalls in jenen Kreisen bewegten.
Seit Herbst 2015 aber hat sich dieses Bild dramatisch verändert. Immer wieder und vor allem immer öfter wurden Mädchen und junge Frauen Opfer solcher Messerattacken. Gemeuchelt mit etlichen Messerstichen, oftmals auch hinterrücks. Bezüglich des Tatverdächtigen ähneln sich die Meldungen gravierend: junger, kräftiger Mann, südländischer Typ. Festgenommen wurden bereits einige dieser Messermörder. Dabei handelte es sich überwiegend um »Flüchtlinge«, die erst nach dem Herbst 2015 nach Deutschland gelangt sind. In den Medien und seitens der Politik fand man dann in der Regel auch sehr schnell Entschuldigungsgründe: es handele sich um »Einzelfälle«, die Täter seien »traumatisiert«.
Der Forderung, die Messerangriffe in einer eigenen Statistik zu erfassen, verweigerten sich die Altparteien und die ihr weisungsgebundenen polizeilichen Führungskräfte. Rohdaten stünden nicht ausreichend zur Verfügung, war eine der fadenscheinigen Begründungen. Nun aber sollen die Messerattacken doch in einer eigenen Statistik erfasst werden - ab 2022!
Das ist zu spät, sagt auch Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP).
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