Stänkern! Pöbeln! Denunzieren!

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Stänkern! Pöbeln! Denunzieren!
Datum: 12.01.2017 - 09:03 Uhr

Die führenden Politiker der SPD werden in den sozialen Netzwerken und in der Öffentlichkeit insbesondere aufgrund ihrer persönlichen Besonderheiten wahrgenommen. Ralf Stegner, dessen Wortwahl mitunter durchaus als grenzwertig verstanden wird, Martin Schulz mit seinen Attacken im EU-Parlament und auch Sigmar Gabriel, der politisch Andersdenkenden den gestreckten Mittelfinger entgegen hält oder sie als »Pack« bezeichnet, sind Aushängeschilder der SPD in Sachen »Stänkern« und »Pöbeln«. 

Für die Abteilung Denunzination, euphemisitsch als »Aufklärung« unter dem Deckmantel des allseits erforderlichen »Kampf gegen Rechts« deklariert, zeichnete primär der Bundesjustizminister Maas verantwortlich. Doch vor allem Politiker der zweiten oder dritten Reihe der SPD versuchen sich hier durch pflichteifrigste Zuliefertätigkeiten in den Vordergrund zu drängen.

Vor wenigen Tagen dachte und hoffte der ehemalige Berliner Pirat Christopher Lauer, der nach dem Schiffbruch seiner Partei zügigst zur SPD wechselte, sich ein Fleißkärtchen verdienen zu können, als er versuchte, aus der Diskussion um den bei der Polizei in NRW verwendeten Begriff »Nafri« Profit zu ziehen (wir berichteten). Letztlich musste Lauer klein beigeben und das einzige, was von diesen Vorfällen haften bleibt, ist, dass er ein kleines Licht ist, dass versucht hat, sich durch Denunziation einen Namen zu machen.

Nun gibt es den nächsten Fall, wo eine »Genossin« aus der dritten Reihe sich in den Vordergrund drängen will. Saskia Esken von der SPD Baden-Württemberg sitzt im Bundestag und hat recherchiert, dass die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin Werbung sowohl bei der »Jungen Freiheit« wie auch bei dem US-Medienportal »Breitbart News« geschaltet habe. Sie drückte ihre »Besorgnis« darüber in einem Tweet aus, den sie mit einem Screenshot von einer Breitbart-Seite indirekt an Air Berlin  richtete: »Eure Werbung erscheint bei einer Neonazi-Website. Das kann nicht gewollt sein, oder?«

Es hat schon ein gewisses »Geschmäckle« und zeugt von politischer Ahnungs- und Instinktlosigkeit, dass eine deutsche Politikerin ein von Juden gegründetes und geführtes US-Magazin bezichtigt, eine Neonazi-Website zu betreiben. Da solche Leute wie Lauer und Esken offenbar exemplarisch für die gegenwärtige SPD stehen, ist es wenig verwunderlich, dass deren Umfragewerte ungebremst auf Talkurs sind.

Sven von Storch

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