Springer-Chef Döpfner fordert NATO-Einsatz in der Ukraine
Springer-Chef Döpfner fordert NATO-Einsatz in der Ukraine
Datum: 07.03.2022 - 10:11 Uhr
Das Säbelrasseln westlicher Politiker und Medien gegen Russland hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Springer-Chef Mathias Döfpner hat am vergangenen Freitag einen Einsatz von NATO-Soldaten in der Ukraine gefordert. Die Einheiten müssen, so Döpfner, dahin bewegt werden, »wo unserer Werte und unsere Zukunft verteidigt werden.« Das gelte insbesondere für die USA, Deutschland, England und Frankreich. Und wenn es gar nicht anders geht, dann müsse dieser Einsatz auch ohne Einverständnis mit den anderen NATO-Staaten erfolgen, so Döpfner.
Döpfner versteigt sich in die These, dass die militärische Auseinandersetzung in der Ukraine eine Blaupause für die chinesischen Kommunisten sei, um die Republik China (Taiwan) militärisch zu okkupieren. Deshalb sollen NATO-Soldaten in die Ukraine entsendet werden, um Taiwan vor einem Überfall Pekings zu schützen. Nur so könne, so Döpfner, ein dritter Weltkrieg verhindet werden.
Hier allerdings irrt Döpfner, und zwar ganz gewaltig.
Sollten nämlich NATO-Truppen in die Ukraine entsendet werden, ganz im Widerspruch zu den im Artikel 5 des Nordatlantikvertrages festgelegten Verteidigungsfall, und es zu einem direkten Konflikt zwischen den NATO-Einheiten und russischen Verbänden kommen, wird genau diese Entsendung der Auslöser für den dritten Weltkrieg sein.
Den Militärstrategen und -experten weltweit ist das klar, deswegen ist ein solcher Schritt keine Option. Aber säbelrasselnden Medienmachern ist jede Möglichkeit für Populismus recht, wie Döpfner nachhaltig beweist.
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