Spekulanten-Imperium hält wichtige EU-Staaten in Geiselhaft

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Spekulanten-Imperium hält wichtige EU-Staaten in Geiselhaft
Datum: 24.10.2017 - 09:25 Uhr

Am gestrigen Montag hielt der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán in Budapest eine bemerkenswerte Rede und attackierte einmal mehr die EU-Flüchtlingspolitik scharf. Das östliche Mitteleuropa sei, so Orbán, migrantenfrei. Hingegen seien einige wichtige EU-Mitgliedsländer von einem »Spekulanten-Imperium« in Geiselhaft genommen worden. Diese Finanzmacht habe Europa »die jüngste Völkerwanderung, die Millionen Migranten, die Invasion der neuen Einwanderer beschert«, führte Orbán in seiner Rede weiter aus. Ohne einen Namen zu nennen, war klar, an wen die Kritik adressiert war: der Multi-Milliardär George Soros, in Ungarn geboren, berüchtigt für finanzielle und politische Ränkespiele und Intrigen, gilt als Gegner Orbáns.

Es sei ein Plan geschmiedet worden, so Orbán, der aus Europa einen »Mischkontinent machen will«. Aber Ungarn und seine Freunde leisten Widerstand. Dabei schloss er die anderen Staaten der Visegrad-Gruppe Tschechien, die Slowakei und Polen mit ein; sie alle lehnen EU-Quoten zur Verteilung von Asylbewerbern ab. 

In den deutschen »Qualitätsmedien« wird versucht, Orbáns Rede zu diskreditieren und ihn als Demagogen hinzustellen. Diese Darstellungsversuche beruhen nicht zuletzt darauf, dass in Ungarn derzeit eine Volksbefragung zu sieben Thesen in der Flüchtlingspolitik durchgeführt wird. Im Mittelpunkt dieser Umfrage steht George Soros, der unter anderem die EU aufgefordert hatte, pro Jahr mindestens eine Million »Flüchtlinge« aufzunehmen. Auch seine Begrüßung des Untergangs der Nationalstaaten, wie er es in seinem Buch schrieb, wurde in der Umfrage thematisiert. 

Sven von Storch

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