SPD will mit Postkommunisten auf Bundesebene koalieren

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SPD will mit Postkommunisten auf Bundesebene koalieren
Datum: 08.08.2019 - 09:20 Uhr

Lange hatte man sich bei der SPD davor geziert, eine Zusammenarbeit mit den Postkommunisten auf Bundesebene einzuräumen. Hinter den Kulissen wurde zwar nach Meldungen diverser Medien bereits eifrig an einer Art "SED 2.019" gebastelt, aber zugeben wollte das bei der arg gebeutelten SPD vor den kommenden Wahlen niemand. Jetzt aber hat Malu Dreyer, Interimschefin der in Umfragen auf 11,5 Prozent abgeschmierten Sozialdemokraten, offen zugegeben, dass man an einem solchen Bündnis sehr interessiert sei.

Für die SPD-Vertreter in Brandenburg, Sachsen und Thüringen kommt diese Aussage zur Unzeit. In allen drei Ländern werden in Kürze die Landesparlamente neu gewählt, der SPD stehen schwere Verluste ins Haus. Mangels politischer Inhalte oder Konzepte, mit denen man hätte punkten können, versuchten nun einige Lautsprecher der Partei, eine weitere Hetzkampagne gegen die AfD, die mutmaßlich in allen drei Ländern große Erfolge erzielen wird, zu fahren.

Die AfD hat in ihrem Wahlkampf einige Schlagworte aus der friedlichen Revolution 1989, als die Menschen das SED-Regime zur Aufgabe zwangen, übernommen. Einige SPDler, wie zum Beispiel der norddeutsche Lautsprecher Stegner, echauffierten sich aktuell darüber: es sei "unverfroren" und sogar "obszön" wetterten die Sozen.

Die Frage ist doch, was wohl obszöner ist: die Begriffe aus der damaligen Bürgerprotestbewegung aufleben zu lassen oder mit den Leuten gemeinsame Sache zu machen, die den Todesstreifen erbaut, die Mauer errichtet und den Schießbefehl erlassen haben - und diese Entscheidungen noch heute als richtig und notwendig verteidigen.

 

 

 

Sven von Storch

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