SPD rutscht in den Umfragen immer weiter ab
SPD rutscht in den Umfragen immer weiter ab
Datum: 27.01.2020 - 11:45 Uhr
Esken und Walter-Borjans, die neuen Vorsitzenden der SPD, sind offensichtlich nicht in der Lage, den Ver- und Zerfall der einstmals größten Partei Deutschlands zu verhindern. Mit der Wahl der beiden, die dem linken Parteiflügel zugehörig sind, hat man sich in den Reihen der Sozialdemokraten offensichtlich keinen Gefallen getan. In Sachfragen scheitern sie auf ganzer Länge, auch sind sie als Sympathieträger denkbar ungeeignet. Daher ist es wenig verwunderlich, dass es bei der jüngsten Sonntagsfrage institutsübergreifend für die SPD runter auf 12 Prozent ging. Der bisherige Allzeittiefstwert von 11 Prozent ist in greifbare Nähe gerückt, die Alarmsignale aber scheint man nicht zu hören - oder nicht hören zu wollen.
Ansonsten gab es bei den anderen Parteien wenig Bewegung. Die Union erhält mit gemeinsam 26 Prozent immer noch den größten Zuspruch, profitiert aber von einem Zuwachs der CSU auf jetzt 7,5 Prozent. Die CDU unter AKK schwächelt weiter und verliert an Boden. Die Grünen verlieren wie die CDU nur leicht, halten sich mit 21 Prozent aber nach wie vor über der 20-Prozent-Hürde. Die AfD bliebt stabil bei 15 Prozent, Kommunisten und FDP gewinnen leicht und liegen beide jetzt bei 9 Prozent. Für die anderen Parteien ergibt sich somit ein Wert von 8 Prozent, von denen aber keine die Fünf-Prozent-Hürde überspringen wird.
Käme es zu einem solchen Wahlausgang, wäre eine Regierungskonstellation aus CDU, CSU und Grüne mehr als nur wahrscheinlich. Theoretisch wäre auch eine bürgerliche Koaliton aus Union, AfD und FDP möglich, allerdings müssten dazu einige Politiker sehr deutlich über ihren Schatten springen. Doch egal, wie die neue Regierung auch aussehen mag, die SPD jedenfalls wird ihr nicht mehr angehören.
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