SPD nominiert Scholz als Kanzlerkandidaten
SPD nominiert Scholz als Kanzlerkandidaten
Datum: 11.08.2020 - 09:59 Uhr
Olaf Scholz ist der Kanzlerkandidat der SPD für die kommende Bundestagswahl. Er folgt damit den samt und sonders seit 2005 an Angela Merkel gescheiterten Gerhard Schröder (2005 / Stimmenanteil der SPD: 34,2 Prozent), Frank-Walter Steinmeier (2009 / Stimmenanteil der SPD: 23,0 Prozent), Peer Steinbrück (2013 / Stimmenanteil der SPD: 25,7 Prozent) und Martin Schulz (2017 / Stimmenanteil der SPD: 20,5 Prozent).
Derzeit ist Olaf Scholz Bundesfinanzminister im Kabinett Merkel IV, einer Regierungskoalition aus Union und SPD. Zuvor war Erster Bürgermeister von Hamburg. Die Hansestadt hinterließ er bei seinem Abgang in Richtung Bundespolitik mit einem neuen Rekordschuldenstand. Auch seine Rolle beim G20-Gipfel in Hamburg war kein Ruhmesblatt. Untätig überließ er den gewaltbereiten, gewaltbejahenden und gewaltausübenden Linksextremisten der Antifa und anderen Gruppen die Straßen in Hamburg und machte die stolze Stadt an der Elbe zu einem Bürgerkriegsschauplatz. Endgültig politisch aufgearbeitet wurde Scholz´ Versagen nicht.
Vor rund einem Jahr hatte Scholz gemeinsam mit Klara Geywitz für die Doppelspitze der SPD kandidiert. Die beiden wurden vom dem extrem linken Parteiflügel zugehörigen Duo Esken / Walter-Borjans besiegt. Eine solche Wahlniederlage ist ebenfalls alles andere als eine gute Empfehlung für die kommenden Aufgaben.
Dennoch ist Scholz trotz all seiner Pleiten und Pannen nicht absolut chancenlos. Denn, so zumindest ist der aktuelle Stand der Dinge, Merkel will angeblich 2021 nicht mehr antreten. Wenn die Nominierung von Scholz in den Medien als die am wenigsten schlechte Entscheidung der SPD bezeichnet wird - einen guten Kanzlerkandidaten gibt es in den Reihen der Partei nicht - dann trifft das auf die Union noch mehr zu.
Merkel will angeblich nicht mehr (Stand: 11. August 2020, 10.30 Uhr); aber über die Brücke will noch niemand wirklich gehen. Die potenziellen Nachfolger in der Union sind samt und sonders in etwa auf dem politischen Niveau wie Scholz. Es bliebe lediglich der Franke Söder aus der CSU. Nur ziert der sich noch und möchte offensichtlich am liebsten aufs Schild gehoben werden.
So lange das Gezicke und Gemache in der Union so bleibt, hat Scholz wirklich eine Chance. Kaum zu glauben, aber wahr.
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