SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung lädt iranischen Holocaustleugner als Gastredner ein

Veröffentlicht:

SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung lädt iranischen Holocaustleugner als Gastredner ein
Datum: 07.05.2019 - 11:42 Uhr

Die Leugnung des Holocaust ist in Deutschland unter Strafe gestellt. Das Land habe eine besondere Verantwortung Israel gegenüber, wird immer wieder von der Merkel-Regierung betont. Diese Erkenntnis scheint sich aber nicht bei allen Mitgliedern der besagten Regierung durchgesetzt zu haben und wird auch von den parteinahen Institutionen negiert. Im vergangenen Jahr hat Heiko Maas (SPD) diese besondere Verantwortung gegenüber Israel bei der UN besonders »eindrucksvoll« unter Beweis gestellt. Laut Dr. Efraim Zuroff, Chef des Simon-Wiesenthal-Zentrums, hat Maas 16 Mal in Resolutionen gemeinsam mit dem Vertreter des Iran und gegen Israel gestimmt.

Da sei es, so Zuroff, wenig verwunderlich, dass sie SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung zum Diskussionsabend »Deal or no deal - Europa und der Iran ein Jahr nach dem US-Ausstieg aus dem Atomabkommen« Leute wie Hassan Ahmadian und vor allem Saeed Khatibzadeh eingeladen habe. Ahmadian verteidigte mehrfach die Gemetzel von Revolutionsgarden und Schiitenmilizen in Syrien als »Vorwärtsverteidigung gegen Israel und die USA«. Khatibzadeh ist überzeugter Leugner des Holocaust, gehört dem Institute for Political and International Studies (IPIS) des iranischen Außenministeriums an und droht in seinen Publikationen und Veröffentlichungen immer wieder unverhohlen mit Krieg gegen Israel. IPIS war 2006 für die vom damaligen iranischen Präsidenten Ahmadinejad geführten Holocaustleugnerkonferenz organisatorisch verantwortlich.

Ein weiteres Geschmäckle bekommt die Einladung an die beiden Iraner dadurch, dass die Friedrich-Ebert-Stiftung kürzlich den israelischen Schriftsteller Chaim Noll von einer Veranstaltung in Leipzig ausgeladen hatte. Entsprechend kritisch äußert sich die Jerusalem Post über diese Vorgänge im Umfeld von Heiko Maas, der SPD sowie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Auch das Grußwort Steinmeiers an den Iran zum 40. Jahrestag der islamischen Revolution kam in Israel nicht wirklich gut an.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.