SPD-Mann lässt eigene Mutter mit Gewalt räumen
SPD-Mann lässt eigene Mutter mit Gewalt räumen
Datum: 05.12.2017 - 09:50 Uhr
Mario Pecher ist 55 Jahre alt, SPD-Mann in Zwickau und Mitglied des sächsischen Landtags. Außerdem ist er Initiator der Aktion »Zwickau zeigt Herz«, deren Bestreben es ist, »ein Signal für Toleranz und Nächstenliebe« zu setzen. Mario Pecher ist aber auch der Sohn einer 73-jährigen Mutter, mit der er seit Jahren im Streit liegt. Es geht um die Eigentumsverhältnisse einer Gaststätte im Zwickauer Stadtteil Eckersbach und dem Grundstück, auf dem diese Gaststätte steht.
Waltraud Pecher hat diese Gaststätte seit etlichen Jahren gepachtet und hatte vorgehabt, diese als Inhaberin auch noch weitere Jahre zu führen. Doch ihr Sohn hat mit dem Grundstück ganz andere Pläne: er will die Kneipe und das sich daran anschließende Wohnhaus der Eltern veräußern. Weil aber der lang andauernde Rechtstreit keine einvernehmliche Lösung erbrachte, beantragte der Sohn die gewaltsame Räumung, zunächst ausschließlich der Gaststätte. Diese wurde am gestrigen Montagabend durchgeführt.
Die Szenen, die sich in Eckersbach abspielten, waren herzzerreißend. Die geballte Polizeimacht, beantragt von einem Landtagsmitglied der SPD und beauftragt durch das Gericht, drang in die Gaststätte ein und zerrte die weinende und verzweifelt schreiende Mutter an Armen und Beinen aus dem Gebäude, um anschließend die Räumlichkeiten zu besetzen und zu versiegeln. Doch damit nicht genug. Mario Pecher, der Sohn, ließ anschließend die Heizungsversorgung der Gaststätte abriegeln. Das bedeutet für die im sich anschließenden Wohnhaus lebenden Eltern, dass auch ihre Heizung abgestellt ist. Denn der Wohnkomplex wird über die Gaststätte versorgt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt!
Mario Pecher, SPD-Mann, Mitglied des sächsischen Landtags und Mitinitiator der Aktion »Zwickau zeigt Herz«, zeigt, was für ein Herz und welches »soziale« Verständnis er hat.
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