Sozialist Maduro erklärt sich zum Wahlsieger in Venezuela
Sozialist Maduro erklärt sich zum Wahlsieger in Venezuela
Datum: 30.07.2024 - 11:07 Uhr
Den Ausgang einer Wahl entscheiden oftmals nicht die WÄHLER, sondern die ZÄHLER. Das gilbt vor allem häufig dann, wenn sich ein Sozialist unter den Kandidaten befindet. Das gilt nicht nur für Wahlen auf der südlichen Halbkugel, so wie zuletzt in Brasilien oder aktuell in Venezuela. Auch das offiziell verkündete Wahlergebnis der vergangenen Präsidentschaftswahl in den USA ist mit einem derartigen Makel behaftet.
Dennoch gibt es einen gravierenden Unterschied bei der jetzigen Präsidentschaftswahl in Venezuela, denn der Sozialist Maduro, der sich zum Sieger der Wahl erklärt hat respektive erklären ließ, ist Wiederholungstäter. Schon 2018 hatte er die Wahl unter mehr als nur »intransparenten« Umständen angeblich gewonnen. Die Reaktion war, dass viele Staaten das Wahlergebnis nicht anerkannten und massive Sanktionen gegen das Land, die sozialistische Regierung, gegen Maduro persönlich und seine engsten Vertrauten verhängten. Seitdem haben etwa acht Millionen Menschen Venezuela aufgrund der wirtschaftlich desaströsen Zustände verlassen.
Jetzt hat sich Maduro, der das Land seit 2013 in einer Art sozialistischer Terrorherrschaft, basierend auf der Gewalt seiner berüchtigten Motorrad-Schlägertrupps, anführt, also erneut zum Sieger erklärt. Anders als in anderen südamerikanischen Ländern, in denen das Militär in der Regel distanziert zu sozialistischen Politikern oder gar einer sozialistischen Regierung stehen, steht in Venezuela das Militär streng an der Seite Maduros. Er ist - zumindest im Moment - vor einem Militärputsch gefeit. Allerdings stellt sich die Frage, wie lange das Militär diesen Weg noch mitgehen wird. Denn eins ist klar: die wirtschaftliche Lage im Land wird durch diesen erneuten Wahlbetrug sicherlich nicht einfacher werden.
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