Sozialismus des 21. Jahrhunderts führt direkt in die Staatspleite

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Sozialismus des 21. Jahrhunderts führt direkt in die Staatspleite
Datum: 07.11.2017 - 08:11 Uhr

Venezuela ist das Land mit den derzeit größten Erdölreserven auf unserem Erdball. Denkt man an Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate oder andere erdölfördernde Staaten, so setzt man Erdöl gerne mit Wohlstand, vielleicht sogar Reichtum, zumindest aber Prosperität gleich. Für Venezuela aber gilt das nicht. Seitdem der vormalige venezolanische Staatspräsident Hugo Chavez den »Sozialismus des 21. Jahrhunderts« verkündet hatte, schliddert das Land von einer Krise in die nächste. 

Am Weltmarkt kann Venezuela sein Öl nicht mehr positionieren, weil niemand mit dem Regime des umstrittenen de-facto Diktators Nicolas Maduro Geschäfte machen will. Das führt dazu, dass das Warenangebot im Land immer knapper wird, sich also alles verteuert. Statt jedoch eine Modifikation der Politik anzustreben, versucht Maduro der Inflation auf einem bekanntermaßen wenig erfolgreichen Weg beizukommen: er druckt neue Geldscheine mit immer größeren Werten.

Ende 2016 war der größte Geldschein in Venezuela der 100-Bolivar-Schein. Allerdings war das Problem, dass sich der Bolivar bereits im Vorjahr im Tiefflug befand. Wer konnte, flüchtete in Fremdwährungen. Da der US-Dollar in Venezuela nicht konvertiert wird, war und ist bei den Venezolanern vor allem der Euro sehr beliebt. Doch auch die Anfang des Jahres neu eingeführte 20.000-Bolivar-Note wie auch die aktuell eingeführte 100.000-Bolivar-Note ändern an dem fortgesetzten Verfall der Währung nichts.

Auf dem Schwarzmarkt wird ein Euro mit fast 50.000 Bolivar gehandelt - und Experten gehen davon aus, dass die Inflationsrate für 2017 bei rund 1.000 Prozent liegen wird. Sprich: gegenüber Jahresbeginn haben sich die Preise für eine Ware verzehnfacht. Das Hauptproblem für die Menschen: Löhne und Gehälter hingegen stagnieren.

Sven von Storch

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