Söder holt historisch zweitschlechtestes Ergebnis für die CSU
Söder holt historisch zweitschlechtestes Ergebnis für die CSU
Datum: 29.09.2023 - 10:51 Uhr
Sonderlich spannend wird die kommende Bayern-Wahl nicht werden. Söder, der sich zwar nur zu gerne volkstümlich gibt, wird ein historisch schlechtes Ergebnis für seine CSU holen. Bestenfalls wird ein Wert von 36 Prozent erreicht werden, sagen die Trends voraus. Zwar punktet Söder noch bei der Altersgruppe 68 plus und auch bei der Landbevölkerung, aber es gibt eben noch mehr als die kleinen Dörfer im Bayrischen Wald, wo 300 Seelen leben, von denen 200 einen identischen Familiennamen haben. Gustl, Seppi, Xaver, Rosi und Zenzi werden wohl für die CSU stimmen, aber das reicht für eine Alleinregierung, wie sie die CSU in Bayern schon so oft gestellt hat, vorne und hinten nicht. Söder wird wohl seinen Freund-Feind Aiwanger wieder mit ins Boot nehmen (müssen).
Dem hat das ganze Hick-Hack um das Flugblatt überraschend wenig geschadet und trotz der von Söder gegen ihn landierten Kampagne hat sich Aiwanger schon wieder an die CSU herangewanzt und will den Mehrheitsbeschaffer spielen. Wobei: viel Optionen bleiben dem Aiwanger ja auch nicht. Gegen die CSU in Bayern eine Regierung zu stellen, wird nicht funktionieren. Und damit er überhaupt noch ein bisschen politische Bedeutung behält, muss Aiwanger diesen Weg gehen.
Zum Thema politische Bedeutungslosigkeit: hier sind in Bayern direkt drei Parteien von betroffen. Die Spezialdemokraten werden mehr und mehr zu einer Kleinpartei. Von einem zweistelligen Ergebnis jedenfalls können sie bestenfalls träumen, realistisch ist das nicht. Die Liberallalas scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde und sind in den kommenden fünf Jahren auf der Besuchertribüne im Parlament zu finden und die mehrfach umbenannte SED (Selbsternannte Elite-Demokraten) ist in Bayern nahezu klinisch tot.
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