Sie wurden in Southport gemordet

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Sie wurden in Southport gemordet
Datum: 31.07.2024 - 11:44 Uhr

Southport hat knapp 100.000 Einwohner, liegt an der Westküste Englands etwa auf halber Strecke zwischen Liverpool im Süden und Blackpool im Norden. Am vergangenen Montag wurde die Stadt Schauplatz eines brutalen Verbrechens. Ein 17-jähriger Messermigrant aus Ruanda stach wahl- und ziellos auf die teilnehmenden Kinder eines Tanzkurses ein. Drei der jungen Mädchen mordete der Migrant, weitere fünf Kinder und zwei Erwachsene wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Die englischen Medien versuchten, einige Details zu der Tat nicht zu nennen und die drei gemordeten Mädchen zu anonymisieren. Doch gerade bei diesem Versuch sind sie gescheitert. Denn die Eltern der drei Mädchen selbst sind es, die sich offensiv an die Polizei und die Medien gerichtet haben und forderten, dass diese Bilder der drei als Klarbilder ohne Balken und unzensiert mit Namen veröffentlicht werden - damit man ihre Namen und ihre Gesichter nicht vergisst.

»Lächle und tanze weiter, wie du es geliebt hast, unsere Prinzessin. Wie wir Ihnen bereits gesagt haben, werden Sie immer unsere Prinzessin sein und niemand wird das ändern«, schrieb Alices Familie in einer Erklärung.

Bebe King (6), Elsie Dot Stancombe (7) und Alice Dasilva Aguiar (9) - England und die englische Bevölkerung werden diese Namen und diese Bilder Gesichter nicht vergessen.

Die deutschen »Qualitätsmedien« täten gut daran, ihre Vertuschungs- und Verschleierungsversuche bei ähnlich gelagerten Messermorden - von denen es hierzulande mehr als reichlich gab, gibt und vermutlich auch weiter geben wird - endlich aufzugeben und sowohl die Opfer wie auch die Täter und deren Hintergrund klar zu benennen.

Sven von Storch

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