Selenskijs Probleme im Donbas werden immer größer
Selenskijs Probleme im Donbas werden immer größer
Datum: 02.11.2023 - 11:20 Uhr
Die Größenordnung der sich in Deutschland aufhaltenden ukrainischen Fahnenflüchtigen ist nicht einmal annähernd bekannt. Selenskij braucht jeden Soldaten, nachdem seine vollmundig angekündigte Großoffensive ein einziges Desaster war. Der Wertewesten hat zwar die von Selenskij immer wieder geforderten Wunderwaffen geliefert, aber seine Männer konnten damit schlicht und ergreifend nicht umgehen oder wurden von militärtaktischen Stümpern mit der falschen Strategie ins Feld geschickt - manchmal kam sogar beides zusammen. Jedenfalls sieht der Erfolg für Selenskij aktuell so aus, dass seine Leute weite Teile der Hauptkampflinie (noch) nicht komplett verloren geben müssen.
Allerdings sind weitere gravierende Gebietsverluste bereits jetzt vorgezeichnet. Avdiivka ist nahezu eingeschlossen, bis auf ein paar wenige Zivilisten befinden sich nur noch Selenskij-Soldaten in der Stadt. Deren Optionen, ihre Stellungen zu halten, werden von Tag zu Tag geringer. Sie erreicht schon seit Wochen bestenfalls ein Mindestmaß an Nachschub, Verstärkungen bleiben ebenfalls aus. Die russischen Verbände haben lediglich einen kleinen Korridor nach Westen offen gelassen, mutmaßlich, um den in der Stadt eingeschlossenen Selenskij-Truppen noch immer die Möglichkeit zu geben, die Waffen niederzulegen und nach Hause zu gehen.
Ein solches Angebot hatten sie auch den Selenskij-Verbänden sowohl in Mariupol wie auch in Bachmut gemacht, um dem sinnlosen Blutvergießen ein Ende zu machen. Selenskij gab Durchhalteparolen aus und forderte von seinen Männern in beiden Fällen, die Stadt bis zur letzten Patrone zu verteidigen. Beide Städte fielen und mit ihnen sinnloser Weise etliche seiner Soldaten. Die Frage ist längst nicht mehr, wie viele seiner Soldaten Selenskij noch opfern WILL, sondern wie viele er für seinen Krieg überhaupt noch opfern KANN. Denn ihm gehen nicht nur Material und Munition, sondern auch die Männer aus. Die kann er aber nicht vom Wertewesten fordern.
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