Selenskijs Armee räumt weitere Dörfer im Donbas

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Selenskijs Armee räumt weitere Dörfer im Donbas
Datum: 12.03.2024 - 09:33 Uhr

Über und an Papst Franziskus scheiden sich oftmals die Geister, aber in einem hatte er wirklich Recht: es ist höchste Zeit für Selenskij, Waffenstillstandsverhandlungen anzustreben. Die Situation für seine Soldaten im Donbas ist sowohl untragbar wie auch die Stellungen unhaltbar geworden sind. Die russische Armee rückt von Bachmut und Awdijiwka ausgehend nahezu ungehindert immer weiter gen Westen vor, Selenskijs Armee musste wieder eine Handvoll Orte und Dörfer räumen. Im Gegensatz zu früher allerdings, wird von den Soldaten nicht mehr verlangt, die Orte bis zum letzten Atemzug zu halten. Der neue militärische Oberbefehlshaber, ein Protegé von Selenskij selbst, gibt ihnen in der Regel frühzeitig die Order, sich abzusetzen. Sein Vorgänger, der genau diese Entscheidungen mehrfach von Selenskij verlangt hatte, wurde deswegen von dem militärisch völlig unbedarften Selenskij wegen Insubordination abgesetzt.

Aktuell stehen Ivaniske westlich von Bachmut wie auch Berdischy und Tonen'ke westlich von Awdijiwka vor dem Fall. Vor allem Ivaniske ist von größerer strategischer Bedeutung, öffnet sie doch den Weg nach Tschassiw Jar. Dort entlang läuft der Siwerskyj-Donezk-Kanal und der ist entscheidend für die Wasserversorgung der beiden letzten in der Region Donezk in Händen der Selenskij-Soldaten befindlichen größeren Zentren Kramatorsk und Slowjansk. Die sind nur noch 10 respektive 15 Kilometer von der Hauptkampflinie entfernt und liegen somit bereits im Bereich der russischen schweren Artillerie.

Militärexperten und Beobachter gehen davon aus, dass Selenskijs Militärführung ihre Soldaten aus den ohnehin nicht zu halten Stellungen im Donbas zurücknehmen wird, um die Verteidigungsstellungen dieser beiden Städte auszubauen. Es zeichnet sich bereits ab, dass die russischen Speerspitzen aus Norden über die Orte Terny und Torske in Richtung Slowjansk einschwenken und vorrücken, während im Süden der Keil von Bachnut aus in Richtung Kramatorsk voran getrieben wird.

Selenskij wäre wirklich gut beraten, endlich den Vorschlag vom Papst aufzunehmen und Waffenstillstandsverhandlungen zu führen. Selbst die Angriffswaffe namens Marschflugkörper Taurus wird an der jetzigen Entwicklung nichts mehr ändern. Da können oliv-grüne Vertreter aus Deutschland die Beschenkung Selenskijs mit dieser Angriffswaffe noch so sehr fordern.

Sven von Storch

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