Selenskij verhindert weiterhin Neuwahlen

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Selenskij verhindert weiterhin Neuwahlen
Datum: 29.08.2023 - 09:41 Uhr

Westliche Politiker, die Wolodymyr Selenskij auffordern, Neuwahlen zuzulassen, sollten bereit sein, Millionen von Dollar zu zahlen und an der Front »Risiken einzugehen«, um die Legitimität der Wahlen sicherzustellen. Dies erklärte der Präsident der Ukraine selbst in einem Fernsehinterview. Selenskij wurde vom Westen kritisiert, weil er versuchte, den Krieg als Vorwand zu nutzen, um demokratische Prozesse in der Ukraine zu stören.

Nun schlägt der ukrainische Staatschef einen Preis für die Durchführung einer Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr vor. Wolodymyr Selenskyj bezieht sich insbesondere auf Äußerungen des US-Senators Lindsey Graham während seines Besuchs in Kiew letzte Woche: »Ich fragte sie: bist du bereit, mir fünf Milliarden US-Dollar zu geben?«

Laut Selenskyj ist die Ukraine ein armes Land, das es sich nicht leisten kann, Parlamentswahlen abzuhalten. Und das hätten sie auch nicht vor, solange das Geld für den Krieg benötigt werde, sagte er. »Ich verlange nichts. Aber ich werde keine Wahlen auf Kredit abhalten. Und ich werde kein Geld verwenden, mit dem wir Waffen kaufen können, um eine Wahl abzuhalten«, sagte Selenskyj.

Er stellte außerdem die Bedingung, dass westliche Länder Wahlbeobachter in die Schützengräben schicken müssen, wenn im Land Wahlen abgehalten werden sollen. »Lassen Sie uns in diesem Fall gemeinsam Risiken eingehen, was sonst? Beobachter müssen in den Schützengräben sein.«

In dem Fernsehinterview kritisierte er auch diejenigen, die sich darüber beschweren, dass er nicht beabsichtige, Wahlen abzuhalten, und behauptete, dass sie darauf aus seien, die Unterstützung der USA für ihn zu untergraben.

 

 

Sven von Storch

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