Selenskij meldet angeblichen Nichtverlust von Dörfern als Sieg

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Selenskij meldet angeblichen Nichtverlust von Dörfern als Sieg
Datum: 27.05.2024 - 08:47 Uhr

Selenskij muss von der Front im Donbas Erfolge melden, denn sonst könnten die Bürger daheim damit beginnen, darüber nachzudenken, ob das mit ihm in seinem jetzigen Amt alles so seine Richtigkeit hat. Denn faktisch hat Selenskij bereits mehrfach Wahltermine in Eigenregie verschoben und ist seit dem 20. Mai nicht mehr legitimer Staatschef. Darüber könnten die Menschen in Kiew, Lemberg und vielen anderen Städten nachzudenken beginnen. In Kharkov eher nicht, die haben derzeit ganz andere Sorgen. Denn täglich rücken russische Einheiten weiter in Richtung der Metropole vor.

Doch wenn man den jüngsten Äußerungen Selenskijs Glauben schenkte, dann dürfte das gar nicht so sein. Der hat nämlich höchst persönlich vermeldet, dass man die russische Offensive in der Region nicht nur eingedämmt habe, sondern selbst auf dem Vormarsch sei. Die Faktenlage vor Ort sieht allerdings ganz anders aus: Selenskijs Verteidigungslinie nördlich von Kharkov ist sehr brüchig, die Dörfer Zelene und Starytsya stehen vor dem Fall und im Zentrum von Woltschansk sind die russischen Einheiten bis zum Fluss Wowtscha vorgerückt.

Noch schlechter sieht es für Selenskijs Soldaten im Raum Donezk aus. Dort bröckelt die Linie nicht nur, sie ist auf einer Breite von etwa 30 Kilometern nahezu komplett gebrochen. Nahezu täglich verschiebt sich dort die Hauptkampflinie weiter gen Westen, ohne dass sich eine Trendwende abzeichnet.

Selenskij könnte dem Sterben im Donbas ein Ende setzen. Putin ist zu Verhandlungen über einen Waffenstillstand bereit, dass hat er mehrfach betont. Aber Selenskij will (oder darf) solchen Verhandlungen nicht zustimmen.

Sven von Storch

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