Selenskij lässt Zivilisten aus Kupjansk zwangsevakuieren
Selenskij lässt Zivilisten aus Kupjansk zwangsevakuieren
Datum: 06.11.2023 - 09:20 Uhr
Ukrainische und westliche Medien, hier vor allem englische, schreiben Selenskijs Soldaten von Sieg zu Sieg. Zu deren und dem Leidwesen der von Selenskijs in den Kampf gehetzten Truppen entsprechen derlei Meldungen allerdings keinesfalls der Realität. Tatsache ist, dass die Großoffensive von Selenskij bei erheblichen Verlusten an Mensch und Material auf seiner Seite gerade einmal dazu geführt hat, dass eine Handvoll Dörfchen »heldenhaft befreit« werden konnten. Im Gegenzug hingegen verloren seine Truppen nicht nur den Gegenangriff auf Bachmut, sondern sind gerade dabei, den Kampf um zwei weitere wichtige Orte zu verlieren.
Aus Avdiivka wurde bereits vor Monaten die Zivilbevölkerung evakuiert und jede Menge Soldaten wurden in die Stadt zur Verteidigung entsendet. Wie wichtig Avdiivka für Selenskij ist, zeigt sich alleine an der Tatsache, dass er mehrere seiner »Wunderwaffen«, nämlich schwere Kampfpanzer vom Typ Leopard 2A6 und Stridsvagn 122 (die schwedische Variante des Leopard 2A5) in die dortigen Kämpfe entsendet hat. Allerdings ist der Erfolg überschaubar. Laut eines Bericht des Forbes hat Selenskij in den vergangenen zwei Wochen 18 dieser schweren Kampfpanzer verloren. Ein Viertel dieser vom Wertewesten gelieferten »Wunderwaffen« hat er allein in diesen beiden Wochen verloren.
Kupiansk steht wohl nun als nächster Ort auf der Liste der russischen Armee. Jedenfalls gehen Selenskijs Militärs davon aus. Im vergangenen August ließen sie bereits aus knapp 40 der Kupiansk umgebenden Dörfer die Zivilbevölkerung evakuieren. Zeitgleich wurden auch die Menschen in Kupiansk gebeten, die Stadt zu verlassen. Das hatte nicht die erwünschte Wirkung: von den 30.000 Bewohnern wollte kaum jemand gehen. Deshalb erließ die Selenskij-Administration jetzt den Befehl zur Zwangsevakuierung der Zivilisten aus Kupiansk. Die Stadt soll zu einer Festung ausgebaut werden.
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