Selenskij lässt über ein Dutzend Dörfer im Donbas räumen
Selenskij lässt über ein Dutzend Dörfer im Donbas räumen
Datum: 20.08.2024 - 10:01 Uhr
Die Selenskij-Armee hält noch immer das Wald- und Wiesengebiet nördlich von Sumy auf russischem Boden. Die ersten Aktionen der russischen Armee konnten Selenskijs Soldaten noch abwehren. Allerdings sind in diesem Abschnitt nun so viele Truppen von Selenskijs Armee gebunden, dass sie an den anderen Frontabschnitten fehlen. Vor allem im mittleren Abschnitt im Donbas macht sich der »Erfolg« Selenskijs nördlich von Sumy extrem negativ bemerkbar.
Nordwestlich von Donezk, dem südlichen der beiden russischen Offensivkeile, ließ die Selenskij-Administration die Zivilisten aus 14 Städten, Dörfern und Gemeinden evakuieren. Das geschieht, nachdem die Selenskij-Armee innerhalb der vergangenen 24 Stunden wieder mindestens zwei Orte räumen musste. Zalizne wird ebenso von den russischen Verbänden kontrolliert wie Vyimka.
Das ist allerdings noch längst nicht alles. Im nördlichen Donbas haben die russischen Bodentruppen ihren Vormarsch verstärkt und greifen auf einer über 60 Kilometer breiten Front an. Hier liegen Kupiansk und Zarichne wohl im Interesse der russischen Militärführung. Selenskijs Armee hat keine Soldaten dort, um den Vorstoß abfangen zu können. Die müssen ja die Propagandaschlacht bei Sumy schlagen.
Südwestlich von Donezk war es bisher relativ ruhig, doch auch da rücken erste russische Infanterie-Verbände gegen Vuhledar, Vodiane und entlang einer Querspange über Kostiantynivka weiter gen Westen vor. Auch hier fehlt es der Selenskij-Armee an Männern, Munition und Material. Es wirkt beinahe so, als habe Selenskijs Propagandafeldzug bei Sumy die russische Armee in ihrem Engagement noch einmal zusätzlich angestachelt.
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