Selenskij kriegt nur ein Drittel der versprochenen Munition geschenkt
Selenskij kriegt nur ein Drittel der versprochenen Munition geschenkt
Datum: 15.11.2023 - 10:28 Uhr
Für Selenskij reißen die schlechten Nachrichten in dem seit 2014 andauernden Krieg im Donbas einfach nicht ab. Im Frühsommer überfielen ukrainische Invasionstruppen die beiden unabhängigen Nachbarrepubliken Luhansk und Donezk, zerstörten dort Dörfer, Straßen, Infrastruktur und vertrieben und töteten die dort lebenden Menschen. Lediglich das südliche Viertel der Republik Luhansk und das südöstliche Drittel der Region Donezk konnte von den Separatisten im September 2014 gehalten werden. Das bereits gelang nur mit der Hilfe von russischen Freiwilligen, die ihren bedrängten Landsleuten in den beiden Republiken beistanden.
Im Februar des vergangenen Jahres entschied der russische Präsident Putin den Ersuchen um Waffenhilfe aus Luhansk und Donezk zu entsprechend und seitdem geht es für Selenskijs Truppen nur noch rückwärts. Aus fast ganz Luhansk mussten sie sich zurückziehen, von den okkupierten Gebieten in Donezk haben sie etwa 60 Prozent geräumt. Außerdem verloren sie die südlichen Teile der Regionen Kherson und Saporischja an die russischen Verbände.
Für Selenskij hagelt es seit dem Februar 2022 eine schlechte Nachricht nach der anderen: seine Wunderwaffen versagten, seine Großoffensive stellte sich als veritabler Rohrkrepierer heraus, seine Soldaten hauen lieber in die soziale Hängematte nach »Germoney« ab statt »heldenhaft« für die Heimat zu sterben und zu schlechter Letzt gibt es nicht einmal mehr genug Munition.
Die EU hatte im vergangenen Frühjahr vollmundig die Lieferung von einer Million Schuss Artilleriemunition vom Kaliber 155mm versprochen. Beim Treffen der EU-Verteidigungsminister mussten die jetzt einräumen, dass dieses Ziel massiv verfehlt wird: gerade einmal 300.000 Schuss wurden bisher geliefert, bis zum Ende des Jahres wird sich die Zahl kaum deutlich erhöhen.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment