Selenskij fordert 200.000 europäische Soldaten auf ukrainischem Boden
Selenskij fordert 200.000 europäische Soldaten auf ukrainischem Boden
Datum: 22.01.2025 - 11:24 Uhr
Selenskij, der in seiner Rede in Davos weitere Unterstützung westlicher Staaten forderte, betont, dass sowohl Langstreckenwaffen als auch Sicherheitsgarantien, einschließlich einer NATO-Mitgliedschaft oder ausländischer Streitkräfte, erforderlich seien. Damit soll eine erneute russische Invasion in der Zukunft verhindert werden. »Ohne starke Sicherheitsgarantien wird Putin mit Sicherheit mit einer Armee zurückkehren, die zehnmal größer ist als die, die er Anfang 2022 hatte«, sagt Selenskij.
Die Forderung kommt, da der neu eingesetzte US-Präsident Donald Trump alle Auslandshilfen (außer für Israel und verwandte Länder) bis zu einer Überprüfung ausgesetzt hat. Die Trump-Regierung hat außerdem versprochen, einer schnellen Lösung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine Priorität einzuräumen. Selenskij äußert seine Besorgnis darüber, dass die Entscheidung der neuen US-Regierung die Unterstützung des Westens beeinträchtigen wird. Er warnt davor, dass eine geschwächte Ukraine einen künftigen russischen Angriff auf NATO-Staaten ermöglichen würde.
Der ukrainische Führer betont seit langem, dass seine Soldaten ihr Leben opfern, um »Europa vor Russland zu schützen«. Selenskij wiederholte diese Linie in Davos und betonte, dass westliche Länder eine aus seiner Sicht »moralische Verpflichtung hätten, weiterhin Unterstützung zu leisten«.
Moskau wiederum bezeichnete den Konflikt als einen westlichen Stellvertreterkrieg, in dem die Ukraine als »Kanonenfutter« eingesetzt werde. Vertreter des Kremls argumentieren, dass die NATO-Erweiterung und die verstärkte Zusammenarbeit mit der Ukraine die Ursachen des Konflikts seien und dass eine Lösung die Auseinandersetzung mit diesen Problemen erfordere.
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