Selenskij feuert seinen Verteidigungsminister
Selenskij feuert seinen Verteidigungsminister
Datum: 04.09.2023 - 11:40 Uhr
Selenskijs Großoffensive kommt einfach nicht voran. Aktuell hat man gerade das Dorf Klischiivka westlich von Bachmut mit seinen knapp 500 Einwohnern »befreit«. Es ist das vierte Dorf, das seit Beginn der Großoffensive vor etwa zwei Monaten von Selenskijs Truppen »befreit« werden konnte. Vier Dörfer mit zusammen gerade einmal dreitausend Einwohnern oder weniger. Dafür zahlten nach Schätzungen mehr als 50.000 Selenskij-Soldaten seit Beginn der Großoffensive mit ihrem Leben. Erfolg sieht anders aus.
Die hohen Verluste der Selenskij-Truppen beruhen nicht zuletzt auf einer völlig falschen Strategie und Taktik. Mitunter wurden die Einheiten frontal auf die gut ausgebauten russischen Stellungen gehetzt oder durch bekanntermaßen vermintes Gelände gejagt. Bevor sie selbst einen einzigen Schuss abgeben konnten, waren die Offensivkräfte Selenskijs in rauchende Altmetallhaufen verwandelt. Die vom Wertewesten gelieferten »Wunderwaffen«, die immer wieder von Selenskij geforderten schweren Kampfpanzer, waren außer Gefecht, noch bevor sie überhaupt richtig wirksam werden konnten.
Jetzt hat Selenskij seinen Verteidigungsminister Oleksiy Reznikov gefeuert. Offiziell natürlich nicht wegen der eklatanten Misserfolge im Donbas. Damit würde sich Selenskij als oberster Feldherr seiner Armee ja ebenfalls ein schlechtes Zeugnis ausstellen. Reznikov muss wegen angeblicher Korruption seinen Platz räumen, ihm folgt der Krimtatare Rustem Umerow.
Aber: wenn Korruption der Anhaltspunkt für eine Entlassung wäre, dann müsste Selenskij - wenn er konsequent wäre - seine gesamte Regierung entlassen, sich selbst als erstes. Denn nach wie vor gilt die Ukraine als der korrupteste Staat in Europa.
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