Selenskij feuert nächsten General

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Selenskij feuert nächsten General
Datum: 26.06.2024 - 10:52 Uhr

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Für Selenskij bringt jeder neue Tag neue Verlustmeldungen vom Krieg im Donbas: Verluste bei den Soldaten, Verluste an Material, Munition und Waffen und nicht zuletzt Gebietsverluste. Seitdem sich die russische Armee im Februar 2022 an dem seit 2014 andauernden Krieg im Donbas engagiert hat, hat die ukrainische Nationalarmee fast alle im Zuge ihres Überfalls auf die beiden Nachbarrepubliken Luhansk und Donezk besetzten Gebiete geräumt. Zudem verlor sie den Zugriff auf die Gebiete südlich des Dnjepr in den Regionen Kherson und Saporischja und ist gerade dabei, Gebiete nördlich von Kharkov zu verlieren. Verbunden sind diese Gebietsverluste vor allem mit hohen Verlusten an Personal.

Weil Selenskij als »großer Feldherr« seiner Armee (ohne jegliche militärische Kenntnisse, versteht sich) selbstverständlich keine Fehler macht, muss jetzt der nächste seiner Generäle den Kopf dafür hinhalten. Dieses Mal trifft es Generalleutnant Jurij Sodol, der wegen der hohen Verluste mit sofortiger Wirkung seines Amtes enthoben wurde. Doch Sodol wurde offenbar mehr oder minder aus eigenen Reihen das Messer in die Rippen gestoßen: der Stabschef der ultra-nationalistischen Asow-Brigade (die immer noch mit Hakenkreuz, Runen-S und anderer Symbolik aus dem Dritten Reich aufmarschiert), Bohdan Krotewytsch, hat Sodol bei Selenskij angeschwärzt. »"Er hat mehr ukrainische Soldaten umgebracht als irgendein russischer General«, schrieb Krotewytsch in einem Beitrag bei Telegram, ohne Sodols Namen zu nennen. 99 Prozent des Militärs würden ihn (Sodol) für das hassen, was er macht, schreibt Krotewytsch weiter.

Anders als Selenskij ist Sodol gelernter Soldat: Nach seinem Abschluss an der Höheren Artillerie-Kommandoschule in Sumy begann er seinen Dienst in einem Artillerie-Regiment in der Region Dnipropetrowsk. 2002 schloss er sein Studium an der Nationalen Verteidigungsuniversität der Ukraine ab. Er schlug eine Karriere bei den Luftlandetruppen ein und kommandierte von 2007 bis 2015 die 25. Luftlandebrigade der Ukraine. 2015 wurde er zum ersten Stellvertreter der Landungs- und Angriffstruppen ernannt und 2018 zum Kommandeur der ukrainischen Marineinfanterie befördert.

Echte militärische Fachleute sind »großen Feldherren«, die selbst keine oder kaum militärische Kenntnisse und Fähigkeiten vorweisen können, schon immer suspekt gewesen. Das hat die Geschichte gezeigt und beweist sich einmal mehr.

Sven von Storch

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