Seien Sie auf schlechte Nachrichten vorbereitet!
Seien Sie auf schlechte Nachrichten vorbereitet!
Datum: 04.12.2023 - 09:56 Uhr
bDie Offensive der Ukraine gegen Russland im Laufe des Jahres wird heute allgemein als ein Fiasko beschrieben, das nur wenige wirkliche Erfolge brachte, aber einen hohen Preis hatte. In einem Interview mit der ARD am Wochenende gab NATO-Chef Jens Stoltenberg zu, dass die Frontlinien in der Ukraine weitgehend unverändert geblieben seien. Er fügte hinzu, dass »Kriege schwer zu planen« seien.
»Wir müssen auf schlechte Nachrichten vorbereitet sein. Der Krieg geht in Etappen weiter, aber wir müssen der Ukraine sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten zur Seite stehen«, sagt er. Laut Stoltenberg ist »die Steigerung der Produktion derzeit von entscheidender Bedeutung.«
Auf die Frage, was die Ukraine tun solle, während die Unterstützer des Landes ihre Waffenproduktionskapazitäten hochfahren – was Zeit brauchen wird – sagte Stoltenberg, er überlasse diese »schwierigen operativen Entscheidungen« der ukrainischen Führung und den Militärkommandanten: »Ich denke, eines der Probleme, mit denen wir uns befassen müssen, ist die Fragmentierung der europäischen Verteidigungsindustrie. Wir sind nicht in der Lage, so eng zusammenzuarbeiten, wie wir sollten«, sagt der Nato-Chef.
Er forderte alle Mitgliedsstaaten auf, »nationale, engstirnige Interessen zu überwinden« und das Angebot zu erhöhen, anstatt sich über steigende Preise zu freuen. Nach einem Treffen mit NATO-Außenministern am Mittwoch in Brüssel warnte Stoltenberg, dass »Russland einen großen Vorrat an Robotern (automatisierte Fernwaffen) für den Winter angehäuft hat und wir neue Versuche sehen, das Stromnetz und die Energieinfrastruktur der Ukraine anzugreifen.«
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment