Sechs tote AfD-Kandidaten in Nordrhein-Westfalen
Sechs tote AfD-Kandidaten in Nordrhein-Westfalen
Datum: 02.09.2025 - 09:42 Uhr
Merkwürdige Häufigkeit von Todesfällen in NRW
Unmittelbar vor den Kommunalwahlen starben in NRW vier Kandidaten der AfD sowie zwei Reservekandidaten. Bei den Verstorbenen geht es um den 66-jährigen Ralph Lange aus Blomberg im Kreis Lippe, den 59-jährigen Stefan Berendes aus Bad Lippspringe im Kreis Paderborn, den 71-jährigen Wolfgang Klinger aus Schwerte im Kreis Arnsberg und den 59-jährigen Wolfgang Seitz aus Rheinberg im Kreis Wesel. Sie waren allesamt in den vergangenen zwei Wochen verstorben. Durch das Ableben verloren auch hunderte Briefwahlunterlagen und Wahlscheine ihre Gültigkeit. Die AfD wiederum dürfe nun jeweils einen Kandidaten oder eine Kandidatin nachnominieren.
Auch zwei Reservekandidaten verstarben plötzlich
Neben den vier Verstorbenen Lange, Berendes, Klinger und Seitz verstarben nach Informationen von NIUS zudem zwei Reservekandidaten in den vergangenen Wochen: Patrick Tietze und René Herford aus dem Oberbergischen Kreis. Sie hatten keine realistischen Chancen auf ein Mandat, seien aber ehrenamtlich engagiert gewesen.
Spekulationen über Todesursachen – und Mordfantasien
Über die Todesursachen war lange nichts bekannt. In sozialen Medien setzten unterdessen prompt Spekulationen ein, wonach die Häufung der Todesfälle kein Zufall sein könne – und die AfD als größte Oppositionspartei von demokratischer Teilhabe ausgeschlossen werden solle. So fragte etwa die Aktivistin Alina Lipp in einem Video: »Werden politische Gegner ermordet?« Unter dem X-Beitrag von Homburg kommentierte Elon Musk mit zwei Ausrufezeichen. Auch zahlreiche Zuschauerzuschriften empfanden die Todesfälle zumindest als merkwürdig.
AfD hält sich mit Aussagen und Kommentaren zurück
Von Seiten der AfD ist zu hören, dass man den Todesfällen respektvoll begegnen wolle und nun in Gesprächen mit Angehörigen und Kreisverbänden sei. Ein Sprecher: »Die Nachricht, dass in den vergangenen Wochen sechs unserer Parteifreunde verstorben sind, erfüllt uns mit tiefer Trauer.« Man werde sie alle schmerzlich vermissen. »Derzeit klären wir die Umstände jedes einzelnen Todesfalls mit der gebotenen Genauigkeit und in größtem Respekt gegenüber den Verstorbenen und ihren Familien.« Man wird seitens der AfD den Familien kondolieren, diese aber sonst nicht weitergehend kommentieren.
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