Sechs mutmaßliche Totschläger wieder auf freiem Fuß
Sechs mutmaßliche Totschläger wieder auf freiem Fuß
Datum: 13.03.2020 - 10:58 Uhr
Sieben Jugendliche mit Migrationshintergrund haben im vergangenen Dezember in Augsburg im Umfeld des Christkindlmarkts einen Feuerwehrmann, der in Begleitung seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar unterwegs war, attackiert und ihn zu Tode gerpügelt. Alle sieben wurden als mutmaßliche Totschläger ermittelt und in Untersuchungshaft genommen. Einer der an der Tat beteiligten Migranten hatte jetzt Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingelegt. Dort wurde entschieden, dass seine Tatbeteiligung nicht ausreichend belegt sei, er sei sofort wieder auf freien Fuß zu setzen. Die Staatsanwaltschaft Augsburg folgte dieser Anweisung und beendete die Untersuchungshaft.
Aber nicht nur der Beschwerdeführer wurde aus der Haft entlassen, auch fünf der mutmaßlichen Komplizen wurden ebenfalls ohne gesonderte Einzelprüfung ihrer Tatbeteiligung in diesem Zug gleich mitentlassen und auf freien Fuß gesetzt. Lediglich der als Haupttäter bezeichnete Halid S., ein 17-Jähriger, der gleich drei unterschiedliche Staatszugehörigkeiten vorweisen kann (Deutsch, Libansesisch, Türkisch), sitzt weiter in U-Haft.
Unabhängig von der jetzigen Entscheidung der Staatsanwaltschaft in Augsburg werden gegen alle Beteiligten weiter wegen des Verdachts der Beihilfe zum Totschlag und der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Einer von ihnen hat die italienische Staatszugehörigkeit, die meisten anderen sind türkischer Abstammung. Wann die Ermittlungen abgeschlossen sind und ein Gerichtsverfahren anberaumt werden kann, ist derzeit noch nicht bekannt. Ob dann alle Tatverdächtigen sich noch in Deutschland befinden werden, ist ebenso unbekannt.
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