Schweiz führt neu gestalteten 1.000-Franken-Schein ein

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Schweiz führt neu gestalteten 1.000-Franken-Schein ein
Datum: 05.03.2019 - 11:23 Uhr

In der Schweiz ist das Bargeld immer noch das beliebteste Zahlungsmittel. Vor allem der 1.000-Franken-Schein, im Volksmund »Ameise« genannt, erfreut sich allergrößter Beliebtheit. Nach Angaben der SNB (Schweizer Nationalbank) sind derzeit über 47 Millionen »Ameisen« im Umlauf, 2014 waren es noch fast zehn Millionen weniger. Vor allem die zahlreichen internationalen Finanz- und Wirtschaftskrisen sowie letztlich die Einführung von Negativzinsen auf Guthaben bei zahlreichen Bankinstituten in der Schweiz sorgte für eine erhöhte Nachfrage nach Bargeld.

Die von Bargeldgegnern vorgeschobene Behauptung, dass die Abschaffung des Bargeldes und vor allem der großen Gedlscheine der Organisierten Kriminalität das Leben erschweren würde, zieht in der Schweiz offensichtlich nicht. Etwa 60 Prozent des gesamten sich im Umlauf befindlichen Bargelds sind die 1.000-Franken-Scheine; das sind knapp siebeneinhalb Prozent des Bruttoinlandsproduktes der Schweiz.

Die EZB hatte schon vor drei Jahren versucht, Druck auf die SNB auszuüben, damit die Nationalbank den großen Schein aus dem Verkehr zieht. Doch im selben Jahr hatte ein Finanzportal eine Umfrage zu diesem Thema durchgeführt. Nachdem sich 86 Prozent der Befragten für eine Beibehaltung des 1.000ers ausgesprochen hatte, war das Thema für die SNB endgültig vom Tisch.

Da die SNB von ihrer Niederig- und Negativzinspolitik in absehbarer Zeit nicht abweichen wird, gehen Experten davon aus, dass die Nachfrage nach der »Ameise« auch weiterhin steigen wird. Sie garantiert den Menschen im Land Freiheit und Wertstabilität.

Sven von Storch

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