Schwedische Untersuchungen bei Nord Stream-Sabotage kommen voran
Schwedische Untersuchungen bei Nord Stream-Sabotage kommen voran
Datum: 02.12.2022 - 11:27 Uhr
Der Staatsanwalt will allerdings nicht sagen, ob ein Überwasserschiff oder ein U-Boot verwendet wurde, um die Sprengladungen zu platzieren. Hans Liwång, außerordentlicher Professor für Verteidigungssysteme an der Norwegischen Verteidigungsakademie, sagt, dass die bisherigen Ergebnisse darauf hindeuten, dass es sich um ein Überwasserschiff handelte: » Es ist keine kleine Präzisionsladung, sondern eine größere Ladung, die auf dem Boden neben dem Gasrohr platziert wurde, sagt er Expressen. Seiner fachkundigen Expertise zufolge sei es »weniger wahrscheinlich«, dass ein U-Boot mit Tauchern die Sprengladung entfaltet habe.
Die Tatsache, dass Schiffe etwas ins Wasser versenken, fällt nicht auf, da dies ständig vorkommt. Es ist auch möglich, Ihren AIS-Transponder auszuschalten, damit die Anwesenheit danach nicht sichtbar ist. Auch das passiert laut Liwång ständig und zieht nicht unbedingt die Aufmerksamkeit des Militärs auf sich.
Das Gasleck ist in der schwedischen Wirtschaftszone, aber in internationalen Gewässern aufgetreten. Dies bedeutet, dass die schwedischen Streitkräfte Schiffe, die sich in dem Gebiet befinden, nicht zurückweisen dürfen und dass die Überwachung wahrscheinlich geringer ist als in den Hoheitsgewässern Schwedens.
Es ist bereits bekannt, dass sich in den Tagen vor der Explosion ein US-Flottenverband mit ausgeschalteten Transpondern in der Gegend bewegte. Wo sich diese Schiffe zum exakten Zeitpunkt der Explosion befanden, wollen die US-Behörden und US-Militärs nicht preigeben. Angeblich war der Verband mit - nicht näher definierten - Aufgaben der »Aufklärung« beschäftigt. Details werden aber aus unbekannten Gründen geheim halten. Unterstützend tätig bei der Aufklärung der Sabotage werden weder die US-Behörden noch die US-Militärs.
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