Schwedische Streitkräfte sprengen 56 gasbetriebene Busse
Schwedische Streitkräfte sprengen 56 gasbetriebene Busse
Datum: 28.05.2024 - 13:31 Uhr
Gasbetriebene Busse sollten bei ihrer Einführung, so wie Elektrofahrzeuge auch, eine angeblich »klimafreundliche Alternative« zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor darstellen. Allerdings lagen und liegen in diesen beiden Fällen Welten zwischen Theorie und Praxis. Die Batterien von Elektrofahrzeugen entzünden sich in unschöner Regelmäßigkeit selbst und können von den alarmierten Feuerwehren nur schwer bis gar nicht gelöscht werden. Zahlreiche Fährgesellschaften lehnen in der Zwischenzeit die Beförderung von Elektrofahrzeugen aus Sicherheitsgründen ab, auch in vielen Tiefgaragen oder Parkhäusern ist die Zufahrt für solche Fahrzeuge untersagt. Ähnliches gilt vielerorts in der Zwischenzeit auch für gasbetriebene Fahrzeuge.
In Schweden sind in den vergangenen Tagen mehrere gasbetriebene Busse, die im Linienverkehr eingesetzt waren, explodiert. Personen kamen zum Glück nicht schwerer zu schaden, aber die schwedische Regierung zieht jetzt trotzdem die Reißleine, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Ein Sprengkommando der schwedischen Streitkräfte wurde damit beauftragt, zunächst 56 gasbetriebene Busse vom baugleichen Typ zu sprengen, bei denen es jüngst zu den Spontanexplosionen kam. Diese drastische Maßnahme wird zunächst im Bereich der Gesellschaft »Skånetrafiken« im Süden des Landes umgesetzt; dort war es zu den Explosionen gekommen. Alle anderen Verkehrsgesellschaften in Schweden sind überdies dazu aufgefordert, ihren Fahrzeugbestand zu prüfen, ob sie ebenfalls Fahrzeuge dieses Typs in ihrem Arsenal haben. Für den Fall, sollen sie sofort aus dem Betrieb entfernt werden.
Die entstandenen Lücken werden von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, bevorzugt mit Dieselantrieb, aufgefüllt, so die Verantwortlichen bei der betroffenen Verkehrsgesellschaft.
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