Schwedische Regierung will schriftliches Einverständnis für Sex einführen
Schwedische Regierung will schriftliches Einverständnis für Sex einführen
Datum: 19.12.2017 - 11:54 Uhr
Die Schweden gelten nicht unbedingt als Erfinder der romantischen Abende zu Zweit. Auch in Sachen Sex gelten sowohl schwedische Männer wie auch schwedische Frauen nicht unbedingt als Krone der Schöpfung. Den Männern sagt man nach, dass sie erst ein gewisses Pensum an Alkohol benötigten, um in Schwung zu kommen und hinterher schliefen sie sofort ein. Die weit verbreitete Ansicht über schwedische Frauen und ihrer Promiskuität sind Vorurteile und ein Mythos, der so den Realitäten in keiner From entspricht. Ganz im Gegenteil: Schwedinnen sind in ihren Ansichten beim Thema Sex weitaus konservativer als ihre Geschlechtsgenossinen in anderen westeuropäischen Ländern.
Die aktuelle rot-grüne Minderheitsregierung in Schweden will jetzt sogar den Sex ganz und gar bürokratisieren. Bevor sich nun Partner zur natürlichsten Sache der Welt zusammenfinden, so der Gesetzesvorschlag der Regierung, müssen alle potenziellen Beteiligten ein Schriftstück unterzeichnen, mit denen sie ihr Einverständis an dem geplanten Geschlechtsakt ausdrücklich fixieren. Unterbleibt diese Vereinbarung, laufen die Teilnehmer Gefahr, wegen Vergewaltigung angeklagt zu werden.
Dieses neue Gesetz mit dem Namen »Einverständnisgesetz« soll laut Willen der Regierung zum 01. Juli 2018 in Kraft treten. Die Regel soll für jede Form der Sexualität gelten; also sowohl für Paare, die sich gerade erst kennengelernt haben, genauso wie für langjährige Beziehungen, für gleichgeschlechtliche und gemischtgeschlechtliche Beziehungen wie auch für Gruppensex und andere Varianten mit mehr als zwei Beteiligten. Auch zwei neue strafrechtliche Tatbestände sollen eingeführt werden, nämlich die »unachtsame Vergewaltigung« und der »unachtsame sexuelle Übergriff«.
Kritik an dieser Gesetzesvorlage ist unerwünscht. Ein Reporter der überreigonalen Zeitung »Aftonbladet« erlaubte es sich, das Vorhaben der Regierung als Aufhebung der Unschuldsvermutung in seinem Bericht zu bezeichnen. Konsequenz: er wurde gefeuert.
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