Schwedische Küstenwache entdeckt viertes Leck in Nord Stream-Pipelines
Schwedische Küstenwache entdeckt viertes Leck in Nord Stream-Pipelines
Datum: 30.09.2022 - 10:34 Uhr
Insgesamt sind bei den beiden Nord Stream-Gasleitungen unweit der dänischen Insel Bornholm in der Zwischenzeit vier Lecks festgestellt worden. Zwei von ihnen befinden sich in der dänischen Seezone, die beiden nördlichsten Lecks liegen in der schwedischen Seezone. Daher sind sowohl Schiffe der Küstenwache beider Länder wie auch Experten vor Ort, um sich ein Bild über die Lage zu machen. Klar ist bisher nur eins: die Lecks sind das Resultat eines gezielten Sabotage-Akt, wenn nicht sogar eines Terroranschlags. Laut Angaben sowohl dänischer wie auch schwedischer Behörden habe es unmittelbar vor der Entdeckung der Lecks mehrere Explosionen in dem Gebiet gegeben. Auch die bisherigen Ermittlungsergebnisse lassen keinen anderen Schluss zu, als dass es sich bei den Angriffen gegen die Leitungen um vorsätzlich Taten gehandelt habe. Eine zufällige Beschädigung durch einen Unfall wird ausgeschlossen.
Auf der einen Seite wird jetzt geprüft, wie man den Gasaustritt beenden kann, um dann die schadhaften Stellen genauer untersuchen zu können. Die Betrieber wollen beide Leitungen so schnell wie möglich instandsetzen und wieder (oder endlich) ans Netz bringen. Außerdem geht die Suche nach den Verantwortlichen, nach den Saboteuren, nach den Terroristen, unvermindert weiter.
Der Wertewesten und die Transatlantiker zeigen auf Russland und behaupten, der russische Staat habe Leitungen sabotiert, die russischen Staatsunternehmen gehören, durch die Gas des russischen Staates fließen sollte und für deren Reparaturen die russischen Staatsunternehmen jetzt aufkommen werden. Inwieweit eine solche Behauptung auch nur ansatzweise glaubhaft erscheint, ist ein Thema für sich. Die Diskussion um die Täter jedenfalls ist heiß entbrannt.
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