Schwedendemokraten wollen self-made-Asyl beenden
Schwedendemokraten wollen self-made-Asyl beenden
Datum: 01.09.2022 - 09:49 Uhr
Der Wahlkampf in Schweden geht in die letzte Phase und die Parteien holen zu den finalen Argumenten aus. Dabei sorgt der jüngste Vorschlag der Schwedendemokraten für Aufsehen. Sollten sie an der kommenden Regierung beteiligt sein, werden sie einen Gesetzesvorschlag einbringen, mit dem das selbstgeschaffene Asyl beendet wird. In Schweden ist es nämlich besonders auffällig, dass Asylsuchende, deren erster Antrag abgelehnt wurde, auf einmal bekehrt wurden und zum Christentum konvertieren oder sich nicht minder plötzlich als angeblich homosexuell »outen«.
»Häufige derartige Gründe in Schweden sind heute Konversionsfälle und LGBT-Fälle, bei denen Antragsteller, die sonst abgelehnt worden wären, stattdessen angeben, dass sie konvertiert oder homosexuell geworden sind«, schreibt die SD in ihrem Programm laut Göteborgs-Posten.
Jimmie Åkesson, Pateichef der Schwedendemokraten, betont, dass die Forderungen seiner Partei bereits von den Moderaten und der KD gebilligt wurden. Er gehe davon aus, dass die Liberalen die Forderungen ebenfalls unterstützen, weil sie Teil der Haushaltsverhandlungen der Parteien seien.
»Ein Mohamed fand auf einmal Jesus nach einer von ihm verübten Vergewaltigung und durfte bleiben, obwohl er zur Abschiebung verurteilt wurde«, fügt er nur eines von vielen Beispielen an.
Der Parteichef der Moderaten, Ulf Kristersson bestätigt, was Åkesson sagt: »Wir und die Schwedendemokraten teilen den Ehrgeiz, dass die Einwanderung nach Schweden auf dem Mindestniveau der EU erfolgen sollte. Auf meiner Seite stimmen wir zu, die Einwanderung nach Schweden zu reduzieren, im Gegensatz zu Magdalena Anderssons Seite, die eine Politik verfolgt, um die Einwanderung nach Schweden zu erhöhen.«
Einen ersten für die Schwedendemokraten positiven Effekt hat diese Ankündigung bereits erbracht. Das Umfrageinstitut Sentio sieht die Partei jetzt mit 24,4 Prozent als stärkste Partei vor der kommenden Reichtstagswahl. Sie haben die Sozialdemokraten (24,1 Prozent) an der Spitze abgelöst.
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