Schweden sollte die Beitrittspläne zur NATO aufgeben
Schweden sollte die Beitrittspläne zur NATO aufgeben
Datum: 07.06.2022 - 11:20 Uhr
Schwedens Vorgehen im Rahmen der Beitrittsverhandlungen zur NATO wirft Fragen über die Ehrlichkeit des Landes auf, sagt Fahrettin Altun, der als Berater und engster Mann von Präsident Erdogan beschrieben wird, gegenüber Dagens Nyheter. Sein Land hingegen verfolge jedoch eine ehrliche Linie, sagt er. »Ich möchte betonen, dass es keinen Unterschied gibt zwischen dem, was wir öffentlich gesagt haben, und dem, was wir der schwedischen Delegation bei ihrem Besuch in Ankara gesagt haben. Dies entspricht den Bestrebungen von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Das türkische Volk sagt übrigens auch immer das, was es meint«, sagt Fahrettin Altun.
Laut Altun muss Schweden seine Terrorismuspolitik konkret und dauerhaft ändern. Die Auslieferung bekannter Terroristen an die Türkei und die Verhinderung terroristischer Organisationen auf schwedischem Boden seien zwei nicht verhandelbare Forderungen, sagt er der Zeitung. So wie die Lage jetzt aussieht, sei es also nicht möglich, den türkischen Wählern die Idee eines Militärbündnisses mit Schweden zu verkaufen, behauptet Altun. Schweden gilt in der Türkei als Zufluchtsland für die PKK und die Gülen-Bewegung, die 2016 laut offizieller Richtlinie angeblich einen blutigen Putschversuch in der Türkei durchführte. Dabei starben zahlreiche Menschen, davon 251 Unbeteiligte.
»Ehrlich gesagt glauben wir nicht, dass es richtig ist, dass Schweden und Finnland in dieser kritischen Zeit weiterhin die Zeit der NATO in Anspruch nehmen. Die NATO-Mitgliedschaft ist ein Privileg, kein Recht. Es sind keine Verhandlungen oder Abmachungen möglich, insbesondere wenn es um Terrorismus geht« , schreibt Altun.
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