Schweden erschafft den Öko-Pranger im Netz
Schweden erschafft den Öko-Pranger im Netz
Datum: 02.04.2019 - 12:21 Uhr
In der Weihnachtszeit des vergangenen Jahres protzten einige grüne Politiker in den sozialen Netzwerken hierzulande mit ihren Flugreisen nach Kalifornien (Katharina Schulze) respektive nach Südamerika (Cem Özdemir). Hätten sie sich das in Schweden erlaubt, wären sie sofort und unmittelbar an den Öko-Pranger gestellt worden. Man hätte ihnen direkt vor Augen gehalten, wie groß ihr Umweltfrevel gewesen ist und ihre Veröffentlichungen mit dem Hashtag #flygskam (Flugscham) versehen.
Denn wer mit seinen Flugreisen protzt und Urlaubsbilder veröffentlicht, der muss eine solche Resie nicht unternehmen, so die Argumentation der hinter dieser Initiative stehenden Gruppe. Geschäftsreisende veröffentlichten ihre Reisen in der Regel nicht in den sozialen Medien und würden sich schon gleich gar nicht mit gebräunten Beinen am Strand (oder im Fall Katharina Schulze mit einem übergroßen Eisbecher - noch dazu in einem Plastikbecher) ablichten.
Wer aus Jux und Tollerei durch die Gegend fliegt und somit die Umwelt massiv mit zusätzlichen Schadstoffen belastet, der sollte sich schämen. Daher rührt auch der Name #flygskam. Auf solche Reisen sollten Menschen mit einem ausgeprägten Umweltbewusstsein verzichten, so die Initiatoren. Eines der prominentesten »Opfer« der Gruppe ist die schwedische Politikerin Isabella Lövin. Sie steht aufgrund ihrer vielen Flugreisen nahezu permanent in der Kritik. Lövin ist Vorsitzende der schwedischen Grünen (Miljöpartiet)!
Noch ein kleiner Vergleich zum Abschluss: in Schweden beträgt der Ausstoß von CO2 etwa 1,1 Tonnen pro Jahr. In Deutschland liegt er bei der Hälfte.
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